Heute war einer jener Tage, an dem eigentlich nichts passierte: Etwas getextet, etwas im Haushalt gewerkelt, einer Freundin ein paar Unterlagen gebracht, gelesen, zum Znacht einen Salat zusammengewürfelt; dann, als es endlich kühler war, einen Spaziergang gemacht.
Nichts Weltbewegendes, gewiss, aber dennoch angereichert mit winzigen Perlen:
Einem Kompliment für eine Express-Übersetzung von gestern; ein Telefonat mit Karin, um wieder Mal einen Mädelstag zu planen; eine sympathische Begegnung mit dem Nachbarsjungen, der mir Nachmittags um drei von weitem ein «Guten Morgen!» entgegenschmetterte, auf meiner Höhe merkte «Shit, ist ja schon Nachmittag!» um dann mit einem «Soooorry ….» um die Ecke zu verschwinden; eine zufällige Begegnung mit einem Bekannten, die in ein berührendes Gespräch mündete; das quirlige Geräusch des Wassers, das meine Meditation unten am Fluss begleitete; die reiche Pracht meines Bäumchens, dem ich auf dem Heimweg Hallo sagte; die goldene Abendstimmung …
Und auch wenn die Schafe mir offenbar zeigen wollten, dass das Gras auf der anderen Seite des Hages grüner oder jedenfalls saftiger war:
Ich war heute ganz zufrieden, da, wo ich war.



Und die Quitten hängen auch immer noch an deinem Bäumchen. Das Schild scheint seinen Zweck zu erfüllen – toll.