11.11.2025. Schnuppern via Zoom

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Schon vor einiger Zeit hatte ich mir den 11.11. zum Schnuppern reserviert. Die Tochter einer Freundin wollte mehr erfahren über Berufe wie Werbetexterin, Mediamatikerin, Social Media Manager oder Ähnliches. Da ich stark verschnupft bin, haben wir das Schnuppern kurzerhand auf remote umgestellt – für die Jugendlichen, welche Covid-Unterricht kennen, ist das ja kein Problem.

Gemeinsam haben wir uns Gedanken gemacht über den Launch einer fiktiven Zahnpastemarke, welche drei neue Zahnpasten auf den Markt bringt – eine für Kids, eine mit Whitenig-Effekt für Erwachsene, eine für Senioren mit empfindlichem Zahnfleisch und evtl. Zahnimplantaten oder Brücken. Qualität vergleichbar mit anderen Marken auf dem Markt, aber bis zu 25 % günstiger.

Mademoiselle hat super recherchiert und mir dabei sogar ein Tool gezeigt, das ich noch nicht kannte. In turbo.ai hat sie ein Video eines Zahnpasta-Vergleichs einer Konsumentenschutz-Plattform eingegeben und von da aus Infos gesammelt – sehr clever.

Wir haben uns anhand der fiktiven Kampagne über primäre und sekundäre Zielgruppen unterhalten, um die Frage, welche Kanäle diese wohl am ehesten nutzen und auf welche Argumente sie vermutlich am ehesten ansprechen.

Wir haben uns darüber unterhalten, welche Visuals die höchste Aufmerksamkeit generieren (Mensch vor Tieren vor Sachen) und welche Rolle Farben und Schrift spielen. Einiges davon haben wir umgesetzt, um die Wirkung zu prüfen – eine blaue Zahnpastatube, zum Beispiel, portiert eine andere Botschaft als eine grüne. Und natürlich habe ich, aus lauter Spass, während sie an ihrer Aufgabe recherchierte und konzipierte, etwas mit AI rumgespielt. Und ja, die Zahnbürste sieht aus, als ob das gute Kind mit 300 Kilo Druck arbeitet …

Wir haben einen Konzeptentwurf für die Kids-Pasta erstellt und eine Instagram-Kampagne (inkl. Influencer-Kampagne!) für die Whitening-Pasta skizziert. Wichtig in diesem Zusammenhang: allfällige Influencer müssen sich verpflichten, auf Filter zu verzichten, was bei den Stories und Reels entsprechend mit einem Siegel betont wird! Schliesslich wissen wir alle, dass auf Instagram die meisten Menschen schöner aussehen, als sie sind, weil eben Filter und so … Photoshop statt Whitening, quasi.

Mir hat das Mentoring einmal mehr riesigen Spass gemacht, und ich habe sehr gerne auch die konkreten Fragen beantwortet:

  • Was kann man da verdienen?
  • Was sind die schönsten Seiten des Berufes?
  • Was nervt?
  • Würdest du den Beruf wieder ergreifen?

Zu letzterem sage ich nur: Im Prinzip ja … Denn mein Beruf hat sich in über 40 Jahren mehrmals stark verändert. Müsste ich heute einsteigen, würde ich wohl in Richtung Mediamatikerin schauen, weil hier die Verknüpfung von Kreativität, Sprache, Bildbearbeitung und IT für viel Abwechslung sorgt.

Mal sehen, wohin es die junge Frau ziehen wird. Talent, Neugierde und Biss scheint sie jedenfalls mitzubringen.