Gut 6 Monate Post-OP, und ich mache an einem Sonntag das, was viele tun: Ich packe meine Badehose ein und radle ins Regibad. Ein paar Längen schwimmen, was Feines essen in Beris Regibad-Restaurant, dann in der Sonne trocknen lassen.
Nur: Das alles ist für mich noch lange nicht selbstverständlich!
Velofahren kann ich erst seit Ende März wieder, vorher ging ich fast 20 Jahre zu Fuss. Und dass ich wieder Schwimmen kann, habe ich erst Ende Juni entdeckt, im Schwimmteich des Thermalbades.
Seit 2015 ging das nicht mehr, weil ich das rechte Knie nicht genügend biegen konnte. Und das mit dem Crawlen klappte trotz Kurs nie wirklich. Im Wasser war ich natürlich trotzdem – planschend oder für Aquajogging.
Was sich nicht verändert hat:
Ich brauchte ewig und drei Tage, bis ich wirklich im Wasser war. 23 Grad sind für meinen Bauchnabel einfach viel zu wenig 🙂 Aber, einmal drin, fand ich es natürlich herrlich! Allerdings werde ich an der Kondition noch etwas arbeiten müssen …
Im Restaurant war erfreulich viel los!
Da stehen auch viel mehr Bänke und Tische als in den Vorjahren, und neu werden nicht mehr Zahlen durch die Gegend gebrüllt, sondern man kriegt ein Gerätchen, das sich piepsend und vibrierend bemerkbar macht, wenn das Essen so weit ist. Rund um mich wurde fröhlich geschmaust, und meine Currywurst mit Pommes war sensationell fein. Beris Würste sind eh immer sensationell, und seine Sauce war buchstäblich zum Finger Ablecken fein. (Und ja, ich hätte eine Gabel haben können…)
Mittagsschläfchen machte ich unten am Rhein, auf der Wiese, und auch das ist ein Novum: Früher hasste ich es, mich ins Gras zu legen, da das Aufstehen für mich extrem mühsam und eher unelegant war …
Was die Stilnote heute war, weiss ich nicht, aber das Aufstehen gelang mir in einer einzigen fliessenden Bewegung, also wird es wohl nicht allzu erbärmlich ausgesehen haben.
Auf dem Rückweg machte ich einen Kaffeehalt im Schlosspark, bevor mich erste Tropfen vertrieben. Allerdings waren das dann offenbar auch gleich die letzten, denn wirklich geregnet hat es hier nicht.
Falls sich das bis morgen Abend nicht ändert, muss ich zu meinem Bäumchen, zum Giessen. Mit dem Velo – weil ich es kann!



Mit gutem Willen kann der Mensch viel erreichen u.a. die Wassertemperatur von 23 Grad als sehr angenehm empfinden. Der Bauchnabel fürchtet sich nicht davor.
Daddy