Ich schwöre, ich habe es nicht gewusst, dass der Gottesdienst, beim Mel mit seinem kirchlichen Projektchor auftrat, unter dem Motto stehen würde:
Ohne mich könnt ihr nichts tun.
Und ich entschuldige mich bei allen Gottesdienstbesucherinnen und -Besuchern, die ich durch mein Kichern verunsichert hatte. Ein wunderlicher Zufall …
Der Jubiläumgottesdienst 75 Kirche Goldiwil hat bei mir leichte Nostalgie ausgelöst. Goldiwil und Schwendibach sind eine Doppelkirchgemeinde, wie wir das zuhause auch waren. Zwar etwas grösser als Wiler– Utzenstorf, aber auch sehr ländlich, und die Feier wurde nicht nur von der Kirchgemeinde, sondern von vielen Vereinen und Gewerbetreibenden getragen.
Die Stimmung im Festgottesdienst war gelöst und sehr wertschätzend – und Chor und Orchester haben absolut überzeugt. Nicht nur musikalisch, sondern auch, was die Diktion angeht, was mich persönlich sehr überrascht hatte. Bei vielen Chören verstehe ich kein Wort von dem, was sie singen …
Im Anschluss wurde ein wunderbar präsentierter Apéro Riche geboten, untermalt von volkstümlichen Klängen. Auch das hatte für mich etwas Heimeliges, Gotthelfmässiges.
Und wie dessen Bauern scheinen auch die Goldiwiler rechte «Chnebugringe» gewesen zu sein, als sie die Pläne zum Bau der Kirche umsetzen wollten: Sie begannen kurzerhand mit dem Aushub, noch bevor die Ausschreibung veröffentlich wurde.
Hier steht die Kirche noch «zmitzt im Dorf» und hat eine wichtige Rolle für die Gemeinschaft, wie ein Artikel aus der BZzeigt.
Von daher passt eben auch die Inschrift am Altartisch bestens:
Ohne mich könnt ihr nichts tun.



Waum einmal was anderes!
Liebe Grüse
Daddy