“Meine” Kinder der 2b haben in den letzten Wochen ganz viel über Äpfel gelernt: Wie sie aufgebaut sind (Stiel, Schale, Fruchtfleisch, Kerngehäuse, Blütenrest), wie sie wachsen, welche Sorten und Farben es gibt und mehr. Nächsten Mittwoch darf ich, als Abschluss dieses Lernschrittes, etwas über eine andere Frucht erzählen, die praktisch gleich aufgebaut ist: Die Quitte!
Und ja, ich weiss: Leserinnen und Leser meines Blogs dürften hier nicht überrascht sein 🙂
Beides sind – wie die Birne übrigens auch – Rosengewächse. Bei allen Gleichheiten gibt es aber auch ein paar Unterschiede.
Hier einige Fakten:
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- Quitten haben einen Flaum, der Bitterstoffe enthält.
Dieser schützt vor Sonnenbrand und hält Insekten fern. Er muss vor dem Verzehr abgerieben werden. - Die meisten Quittensorten können nur gekocht verzehrt werden – sonst sind sie zu hart und zu bitter.
- Quitten haben rund ums Kerngehäuse Steinzellen. Diese verleihen dem Kerngehäuse Festigkeit, müssen aber vor dem Verzehr entfernt werden.
- Quitten enthalten viel Vitamin C, Kalium, Zink und Eisen (das dürfte auch erklären, wieso ich von denen nie genug kriege)
- Quittenbäume werden oft mit Birnen veredelt – sie können dann zwei unterschiedliche Sorten Früchte tragen, wobei Birnen robuster werden gegen Feuerbrand und grösseren Fruchterfolg erzielen
- Quitten haben einen Flaum, der Bitterstoffe enthält.
Und nein, das müssen die Kinder nicht alles lernen. Ich zeige ihnen die Frucht als Ganzes, mit und ohne Flaum, Längsschnitt und Querschnitt, aber dann kommt der angenehme Teil: Sie dürfen probieren! Ich werde Brot und Käse mitnehmen und ein kleines Buffet aufbauen und beschriften:
- Quitten-Schnitze, ungesüsst
- Quitten-Gelée mit Fruchtstückchen
- Quitten-Gelée
- Quitten-Konfitüre
- Quitten-Leder, ungesüsst
- Quitten-Leder, gesüsst
- Quitten-Speck (auch Quitten-Brot genannt)
- Quitten-Chutney (süss-sauer)
Schreibweise für die Klasse absichtlich gekoppelt, auch wenn im Deutschen Wörter mit 2 Teilen zusammengeschrieben werden. Macht es einfacher für sie, wenn sie aufschreiben, was sie probiert haben und ob es ihnen schmeckt oder nicht.

