Wer den Schreib-Lounge-Blog schon länger liest, erinnert sich vielleicht an das legendäre Rezept meiner Grosstante für Nidletäfeli:
Alles aufsetzen, köcheln lassen, bis du 80 Stangen für Stangenbohnen gesetzt hast, dann aufs Blech schütten und abkühlen lassen … (wer die Geschichte nicht kennt: Ist ein Nebenstrang in diesem Post).
Mein Vater und ein Cousin meiner Mutter kriegen die inzwischen ganz gut hin – meine Versuche waren bis jetzt eher kläglich.
Also habe ich heute einen alternativen Approach versucht:
Ich habe ein Rezept für Scottish Tablets gesucht, weil die “unseren” Nidletäfeli näher kommen als Fudge (die aber auch fein sind, im Fau!)
Zutaten sind ähnlich, die Mengenangaben einiges konkreter als bei Gotti Marthi:
- 900 g Zucker
- 2 dl Vollmilch
- 110 g Butter
- 379 g gezuckerte Kondensmilch
Das Rezept ist nichts für low carb, aber sei’s drum! Was ich allerdings gemacht habe: Die Menge für mich halbiert. Und ja, ich bereue es gerade etwas …
Dann wird’s einfach:
Man nehme einen hohen (!) Topf und löse den Zucker in der Milch auf, gebe Butter und Kondensmilch dazu und lasse köcheln. Aber Achtung: Das sprudelt ziemlich!
Ziel ist, dass das Gemisch 119-120° erreicht, was ich mit Wired Cooking programmieren kann, ansonsten kann man auch ein Kochthermometer verwenden. Die Farbe wechselt dabei von bleich auf caramel, das ganze wird dicker.
Sobald die Temperatur erreicht ist, schlägt man die Masse mit einem Holzlöffel, damit etwas Luft rein kommt.
Dann auf ein gefettetes Blech geben und flachdrücken. Nach ca. 30 Minuten Rillen ritzen, wo ihr später schneiden wollt (gibt dann schönere Formen) oder so wie ich einfach brechen.
Habe ich mich an dieses Rezept gehalten?
Diesmal blieb ich nah dran! Ausser, dass ich die Menge halbiert habe, gab’s nur eine Änderung.
Ihr könnt raten – gebt eure Meinung gerne in den Kommentaren an:
- a) Ich habe etwas Vanillezucker dazu gegeben
- b) Ich habe etwas Salz dazu gegeben
- c) Ich habe etwas Whisky dazugegeben
Gehen tun alle drei Varianten …
Und das Resultat schmeckt wunderbar! Und gibt definitiv weniger Arbeit, als die 80 Stangen von Gotte Marthi 🙂
Disclaimer:
Meinen Wired-Cooking-Topf habe ich schon seit gut zwei Jahren und schätze ihn sehr. Seit kurzem unterstütze ich die Firma auch für PR – aber das hier ist kein Auftrtagspost, sondern entspringt meiner Begeisterung für essbare Nostalgie 🙂



Whiskey 😀
Whisky natürlich!
Als Schleckmaul bleibe ich bei den Nidletäfeli, aber nur wenn sie aus der Küche von Martin kommen
Daddy