Heute Morgen ging ich als erstes Katzen bespassen – und stolperte hinter der Türe fast über die Babykatze, die offenbar seit gestern Abend zu verhungern drohte … Zum Glück für mich braucht die aber nicht nur viel Futter, sondern noch mehr Streicheleinheiten – und revanchiert sich für letztere auch grosszügig. Und auch die ältere Kollegin war heute gnädig: Sie hat sich nicht nur gezeigt – ich durfte auch sie kurz streicheln. Was für eine Ehre!
Nach einer kurzen Zmorgepause, mit Kaffee und einem halben Dinkelbrötchen, fuhr ich nach Klingnau, wo Lenis Klasse mit einem Stand die Lagerkasse aufbessern will. Sie selbst war leider nicht anwesend, aber die Kameradinnen haben sie würdig vertreten.
Anschliessend schlenderte ich gemütlich den Ständen entlang und freute mich über die an verschiedenen Stellen gratis abgegebenen Stofftaschen. Bei den ersten Ständern gin ich noch vorbei, da ich eine eigene Tasche mitgenommen hatte, aber später war ich dann doch noch froh darum …
Neben Lenis Klasse unterstützte ich auch die Damen am Stand von Cystis Fibrose und eine Primarschulklasse, die mit Selbstgemachtem Spenden für ein Hilfswerk sammelte. Bei Oswald gönnte ich mir selbst ein Geschenk: die Steinpilzbouillon. Und fand noch ein wunderbares Geschenkset für Freunde – das letzte Weihnachtsgeschenk, das mir noch gefehlt hatte. Und natürlich konnte ich am Chräbelibeck nicht vorbeigehen! Meine letzte Lieferung hatte ja die Neuseeländer annektiert 🙂
Die Stimmung war gut, die Sonne zeigte sich, es hatte zwar Leute, aber kein Gedränge – für mich war das perfekt. Beim Bienenchalet stutzte ich etwas: Neben Honig, Met und so boten die auch eine Honigwurst vom Grill an. Klang überraschend – und für mich, die ich ja leidenschaftlich gerne Neues probiere, sehr verlocken. Allerdings war es noch etwas früh für Mittagessen. Ich versprach dem netten Grilleur aber, dass ich später auf ihn zurückkommen werde. Und es zeigte sich, dass das dann auch dringend nötig wurde …
Etwas weiter unten gab es nämlich einen Stand mit Whisky und Waffeln. Signature Whiskys, um genau zu sein. Zum Probieren eigentlich viel zu früh – aber die Auswahl eben auch viel zu verlockend! Wenigstens einen musste es sein. Ich las mich durch die Degustationsnotizen und engte die Auswahl auf drei ein. Dann fragte ich, welchen der Dreien aus Sicht des Verkäufers der Speziellste wäre. Seine Wahl fiel auf einen Islay aus der Decanter Collection: Bunnhabhain 2013, matured in 1st fill Oloroso Sherry Butts, mit 46 % Alkohol. Und ich muss sagen: Der hat es echt in sich! Angenehm rauchig, nicht kratzend, mit der Süsse von Früchten. Musste dann halt auch mitkommen … deswegen die zweite Tasche 🙂
Und ja, für die Wurst war ich anschliessend recht dankbar. Mein halbes Dinkelbrötchen und zwei Dinosaurier (Kekse, die J. für mich gebacken hat, als Lohn fürs Katzenbespassen) waren halt schon nicht so die solideste Grundlage. Aber auch ohne diesen Grund lohnt sich der Kauf: Die Wurst verbindet die Süsse von Honig mit der Schärfe von Chili und ist wunderbar saftig. Da brauchst du nicht mal Senf dazu.
Für Schnellleser: Der Markt ist heute noch bis 17 Uhr geöffnet


