Heute Morgen habe ich als erstes eine weitere Portion Quitten angesetzt, für Gelee. Etwas kleiner als beim ersten Mal, weil es ewig dauerte, bis diese Menge an Sagt gelierte … Aus dem zurückbleibenden Mus werde ich Quittenleder machen – habe meinen Dörrex hervorgeholt. Über den Erfolg werde ich natürlich berichten 🙂
Anschliessend habe ich zwei Medienmitteilungen getextet und habe, zur Entspannung, einen Einkaufspaziergang gemacht. Zwischen den Regalen traf ich eine Frau, die ich vom Sehen kenne – genau bei den Konfitürengläsern. Ich konnte mir natürlich eine Bemerkung nicht verkneifen: «Na, hat die Einkochsaison bei Ihnen auch begonnen?» – «Und wie! Ich habe glaub noch nie so viele Quitten gehabt wie dieses Jahr …» Gnihi – eine “Leidensgenossin”! In der nächsten Viertelstunde tauschten wir Rezepte und Tipps aus. Sie hat mit heiss einkochen sehr gute Erfahrungen gemacht, gesüsst oder ungesüsst. Ihr Mann möge die fast noch lieber als den Gelee …
Da meine bestellten Einmachgläser noch nicht eingetroffen sind, kaufte ich heute zum Testen eins in der Migros und setzte das von ihr Gelernte um. Das Glas ist aktuell am Abkühlen, mal sehen, ob das mit dem Vakuum richtig geklappt hat.
Allerdings liess mich mein Schätzauge wieder im Stich: Ich hatte mehr Schnitze, als im Glas Platz hatten. Also habe ich ein Rezept vorgezogen, das eigentlich für später vorgesehen gewesen wäre:
Quittenstrudel.
Strudelteig hatte ich fixfertig in der Migros gekauft. Ich pinselte eine Auflaufform mit flüssiger Butter ein, legte die Hälfte (längs geteilt) eines Srudelblattes hinein, schichtete ein paar Schnitze und etwas Zucker darauf, klappte den Rest des Srudelblattes darüber, bepinselte erneut mit Butter – und wiederholte das Ganze mit dem zweiten Blatt. Da der Ofen mit dem Einmachglas besetzt war, kippte ich das Ganze kurzerhand in meine beschichtete Röstipfanne und briet es so.
Resultat:
Wunderbar caranelisiert – und megafein!

