Am Morgen habe ich meine Patenkatzen bespannst, danach fuhr ich nach Thun, um den Abendgottesdienst in Goldiwil, zusammen mit Mike, zu besuchen. Michael hat den Gottesdienst mit seinem Chor mit gestaltet, und Danuta, die Pfarrerin, die ich anlässlich des Jubiläums im Sommer kennengelernt hatte, brachte mich mit ihrer Interpretation der Weihnachtsgeschichte zum Nachdenken. Sie stellte eine Verbindung zwischen der Sprache der Bibel und der Traumsprache her, und stellte dann Fragen in der Art: Was in dir möchte Gestalt annehmen? Was möchte sein Licht in die Welt tragen? Welches “Kind” von dir will geboren werden?
Nach Kaffee und Züpfe im Gemeindesaal brachte uns das Postauto zurück nach Thun, wo wir im Eurasia ein feines Znacht genossen. Warnung unter Freunden: Deren Portionen sind riesig! Aber sie geben dir den Rest hübsch verpackt mit …
Auf dem Heimweg besuchten wir noch die riesige und wunderschön geschmückte “Halleluja-Stude” (O-Ton Mike), vor der imposanten Kulisse der Altstadthäuser und dem Schloss. Beeindruckend!
Nachdem wir mehrmals am Tag thematisiert hatten, dass wir zwar den 1. Adventssonntag feierten, aber nicht den ersten Advent, gaben Michael und ich am Abend nach und degustiertere gemeinsam den ersten Bourbon aus unserem Adventskalender. Der weitere Austausch über die Degustationserfahrung wird ja dann wieder remote erfolgen. Redwood Empire Pepe Dream machte den Auftakt. Für mich ein Whisky, bei dem Nase und Gaumen zwei völlig unterschiedliche Bilder ergaben. Nase eher süss, Karamell und Vanille, im Gaumen sehr scharf, kantig, sehr erdig. Ich schmeckte Datteln und Khaki, Michael saure Birnen und den Waldboden bei uns, wenn es nach dem Verblühen des Bärlauch geregnet hat. (Ja, so lustige Bilder haben wir manchmal).
Wenn ihr oben den Link anklickt, werdet ihr sehen, dass wir auf der richtigen Spur waren …
Ein interessanter Einstieg, aber keine Flasche, die ich mir kaufen würde.
Selig geschlafen habe ich danach trotzdem, und am morgen einmal mehr das schöne Panorama genossen, bevor ich, nach einem leichten Frühstück mit Michael, die Heimreise antrat. War schön!


