Meine Anreise nach Ettlingen bei Karlsruhe verlief etwas abenteuerlicher als geplant. Ersatzverkehr Koblenz-Waldshut wusste ich natürlich, aber dass ich von Waldshut per Bus nach Rheinfelden (D) fahren musste, das allerdings erst knapp eine Stunde später, war mir neu. Anschluss in Basel konnte ich damit vergessen, auch wenn der Wechsel auf den Zug nach Basel Badischer Bahnhof in Rheinfelden problemlos klappte. Dessen Ankunft wurde nämlich mit 1326 angegeben, der Zug nach Karlsruhe sollte fahrplanmässig 22 fahren.
Hmm? Vielleicht hatte der ja Verspätung? Dann würde es reichen …
Hatter er nicht. Tat es nicht.
Aber hey: Im Wartesaal hatte es einen Kaffeeautomaten, und so nebenbei rettete ich einen Spatz, der immer wieder gegen die Scheibe flog und den Ausgang nicht mehr fand. Aus seiner Sicht dürfte sich die Übung gelohnt haben …
Mit der Verspätung, die ich eine Stunde früher gebraucht hätte, kam dann auch mein Zug, und bis Karlsruhe holten wir auch die wieder ein, so dass ich die Anschluss-S-Bahn nach Ettlingen Erbprinz/Schloss erwischte. Hurra! Mit 2 Stunden Verspätung auf 3.5 Stunden geplante Reisezeit kam ich im Hotel Ibis an.
Damit hatte ich noch Zeit für Kaffee und Frischmachen, bevor Kerstin mich abholte, für eine erste Besichtigung der Altstadt von Ettlingen. Der Ort ist an sich viel grösser, als ich gedacht hatte, wirkt auf den ersten Blick recht ländlich, bietet aber offenbar sehr viel – auch kulturell.
Ähnlich wie in Speyr haben auch hier die Franzosen einiges zerstört, aber es gibt doch noch viele gut rehaltene alte Riegelhäuser, schöne Gässchen und Hinterhöfe – und ein wunderschönes Schloss mit einem öffentlichen, sehr gepflegten Garten.
Zum Znacht stiess Corinna zu uns, und wir liessen uns bei einem Vietnamesen verwöhnen. Für mich optimal: Dreierlei Sashimi – Lachs, Thunfisch und Avocado – mit Algensalat. Sehr fein!
Corinna und ich zogen anschliessend weiter ins Palladio, auf einen Absacker. Auf dem Spaziergang zurück ins Hotel kamen wir an einem Privathaus vorbei, das mich bereits auf dem Hinweg zum Hotel beeindruckt hatte. Nun zeigten die Buntfenster, von innen beleuchter, ihre wahre Pracht.
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