Bremgarten Reusslauf 2015

Start in die Laufsaison 2015

Ich gebe es zu: Ich war nachlässig geworden mit meinen Laufband-Einheiten, und draussen trainiert habe ich erst recht nicht. Einerseits aus gesundheitlichen bzw. eben krankheitlichen Gründen, andererseits sicher aber auch, weil ich mich bei dem ewigen Grau in Grau nicht aufraffen konnte.

Je näher der Reusslauf kam, desto weniger sicher war ich mir, ob das eine gute Idee war, die Saison wieder so früh starten zu lassen. Eine Blasenentzündung und die ersten Allergieprobleme der Saison hätten mir durchaus den Vorwand zu einer Absage liefern können, und als ich die Wetterberichte hörte, war ich einen Fingerbreit davor, die Sache abzublasen.

Was mich davon angehalten hat? Unsere Motivationsgruppe auf Facebook! Die Ladies wiesen zwar durchaus auch darauf hin, dass Gesundheit vorginge – aber eben auch darauf, dass ich ja keine Meisterleistung bringen müsse, sondern einfach eine dem jetzigen Stand gerechte Leistung. Im Dialog mit ihnen entwickelte ich Abfederungsstrategien:

  • Ich würde in Wanderschuhen losziehen, um auf dem schlammigen Untergrund besseren Halt zu haben (was allerdings dann gar nicht so schlimm war, denn an den kritischen Stellen war Häcksel gestreut worden). Und die Stöcke mitnehmen, für zusätzliche Sicherheit.
  • Ich würde das Zwiebelsystem ausreizen, um auf Temperaturschwankungen optimal reagieren zu können (wenn Hasel und Erle so stark schiessen, erhöht sich meine Temperatur spätestens ab Mittag, trotz hoher Dosen Anti-Histamin).
  • Ich würde nicht auf Puls laufen, sondern mit Musik, mit 140 bpm.

Die Anreise verlief gut, ich traf schon beim ersten Umsteigen auf andere Läuferinnen, und vor Ort stolperte ich schnell über die Kolleginnen aus der Laufgruppe und über bekannte Gesichter von anderen Läufen. Das Wetter gab sich alle Mühe: Es blieb trocken und war nicht zu kalt.

Ich kam beim Start gut weg und fand meinen Rhythmus schnell. Erfreulicherweise hinkte ich dem Feld nicht mehr völlig  einsam hinter her, sondern hatte während des ganzen Laufs immer andere LäuferInnen vor oder hinter mir. Die Allergien hatte ich, dank der Medikamente, gut im Griff und war subjektiv ordentlich unterwegs. Kurz vor dem Ziel hörte ich allerdings die Glocken schlagen und wusste, dass ich meine Superzeit vom letzten Jahr nicht würde halten können.

Und auch wenn ich mich erst ärgerte: In Anbetracht der Umstände war der Start in die Laufsaison mit 2:01:58 für 11 km gar nicht sooo schlecht.

Und in einem Monat, in Kerzers, geht’s über 15 km. Bin gespannt!

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