Frühstück am Fluss

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Die aktuelle Wetterlage führt bei mir erwartungsgemäss zu gemischten Gefühlen: Einerseits ist es da draussen gerade wunderschön – andererseits sind die Pollen- und Feinstaubwerte auf einem so hohen Niveau, dass Stosslüften das Raumklima verschlechtert statt verbessert, mit der Ausnahme von wenigen Stunden, sehr früh am Morgen. Und Ozon dümpelt auch bereits wieder um den Grenzwert rum.

Für mich heisst das: Morgenstund hat saubere Luft im Mund! Und am Fluss gilt das erst recht, denn das Wasser bindet die Pollen und wohl auch PPM. Gestern war ich dafür im Thermalbad, wo das Gradierwerk das Atmen herrlich frei macht.

Heute spazierte ich – mit Maske UND Filter, da das Gras so hoch steht, dass es mir teilweise über den Kopf wächst – runter an den Rhein. In der Nähe der Fähre gibt es eine Stelle, bei der sogar ich, mit meinen leicht lädierten Knien, bequem bis runter ans Wasser komme.  Mitgebracht habe ich belegte Züpfe, kalten Kaffee und Pfirsich – und jede Menge gute Laune:

Ich freute mich an Rosen und Pfingstrosen, amüsierte mich über die Frösche bei der Barzmühle (ihr hört die doch auch, wenn ihr das Foto seht?), lauschte den Vögeln und bewunderte eine Entenmutter, die ihre acht Küken zu einer algenbewachsenen Stellen führte, wo alle sofort zu gründeln begannen – und sie immer wieder welche einsammeln musste, die abgetrieben wurden.

Gegen 11 merkte ich, dass die Bronchien zu reagieren begannen und machte mich auf den Heimweg. Jetzt heisst es wieder: Luftfilter auf Höchststufe, Lovey in den Lesestuhl, mit dem französischen Krimi aus der Bibliothek.  Und mich freuen, dass ich  es hier, hinter dem Fenster, mit Blick ins Grüne, in Schrittweite vom Kühlschrank, richtig gut habe.

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