Gemischte Gefühle

«Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht …»

Was sonst der Anfang zu lustigen Witzen ist, ist für mich diese Woche Realität geworden:
Meine Blutwerte sind, nicht ganz 3 Jahr nach dem Magen-Bypas, tipptopp. Ausser den Calzium- und Vitamintabletten, die ich jeden Morgen nehme, brauche ich weiterhin nichts zu ergänzen. Der von vielen gefürchtete Vitaminmangel (v.a. D und B) ist kein Thema, und auch meine Eisenwerte sind im grünen Bereich. Das wäre die gute Nachricht …

Die schlechte:

Trotz dem Gewichtsverlust hat sich der Zustand meines lädierten Knies weiter verschlechtert – vielleicht auch „wegen“: Da ich viel sportlicher bin als früher, muss das Knie einiges mehr leisten, und dazu ist das Gelenk, trotz Orthese, zunehmend weniger in der Lage. Das Resultat: Eine funktionelle Beinverkürzung mit Auswirkung auf Becken und Wirbelsäule, da ich das Bein gar nicht mehr strecken kann. Weil sich das Ganze „schleichend“ verschlechtert hat, habe ich es gar nicht so wahrgenommen – aber jetzt, wo ich es weiss, merke ich es fast bei jedem Schritt.

Werde nun an den Orthopäden überwiesen, um abzuklären, welche Art Prothese es werden soll. Auf Grund meiner Allergien und Übersensibilitäten werden ein paar zusätzliche Abklärungen nötig sein. Immerhin habe ich die Reha gleich hier vor Ort: Die Schulthessklinik ist ja hier um die Ecke, ein Jahresabo ins Bad habe ich auch – somit steht einem guten, post-operativen Aufbau nichts im Weg. Dam

Bleibt nur der Kampf gegen meine Ungeduld:

Jetzt, wo ich weiss, dass der Schritt gemacht werden muss (angekündigt hatte man mir diese OP für spätestens mein 35. Altersjahr), würde ich am liebsten gleich vorwärts machen. Aber ganz so schnell geht es natürlich nicht: Jetzt warte ich erst einmal auf den Termin in der Klinik. Da ich seit einer Woche meine KNEO wieder habe (völlig neu angepasst und korrigiert, damit sie nicht wieder bricht), habe ich etwas weniger Schmerzen und kann mich wieder etwas mehr bewegen. Dennoch wechsle ich am Frauenlauf auf die Kurzstrecke, denn forcieren will ich jetzt lieber nichts mehr.

Immerhin, eine weitere gute Nachricht gab mir meine Ärztin dann doch noch mit auf dem Weg:

So fit, wie ich jetzt sei, werde das keine Risikooperation mehr werden – bei allem Respekt, den man vor solchen Knieoperationen natürlich haben soll. Ca. 5 Tage in der Klinik in Zürich, dann ca. 1 Woche Reha hier in Bad Zurzach, dann sollte ich – natürlich mit Krücken – wieder nach Hause können und einsatzfähig sein.

Klingt nach Ferien auf 4 Beinen, aber das schaffe ich!

Und Hans heisse ich ja zum Glück nicht …

 

3 Gedanken zu „Gemischte Gefühle

  1. Pingback: Zusammenfassung der Woche ab 25.05.2015 | Ironblogger Schweiz
  2. Liebe Lovey
    Gratuliere dir zum guten Bericht der Blutwerte!
    Das mit der Beinverkürzung überrascht mich überhaupt grad gar nicht! Beim Laufen sieht man dir den schrägen Gang von Weitem schon an!
    Du weisst ja bereits von meinen Erzählungen über meine guten Resultate der Knieprothese! Und so wie ich dich kenne, gehst du positiv an die ganze Sache! Und Schulthess ist die richtige Klinik! Und go Poschte gömmer dir denn scho, die Aussentreppe ist anfangs vielleicht nicht grad so ideal – aber du kannst schon stägelaufe, nume nid eso hurtig!
    Liebe Gruess
    Rosmarie

    1. Das mit den Krücken packe ich schon, – hatte ich ja nach dem Unfall monatelang. Und die schweren Sachen liefert ja schon jetzt Le Shop. Aber ja, ich bin froh dass ich hier im Flecken sicher jederzeit Unterstützung finde, sollte was sein!

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