GPBern 2014

Bei gutem Wetter fuhr ich frohgemut nach Bern – gespannt wie selten vor einem Lauf, weil es der erste Lauf seit meiner OP ist, bei der ich einen direkten Vergleich machen kann: Gleiche Strecke, mehr oder weniger gleiche Wetterbedingungen. Zur Erinnerung: Letztes Jahr benötigte ich 53.53 für die 4.7 km des Altstadt-GP.

Ich fühlte mich zwar nicht in Bestform (wegen der vielen Pollen), aber doch medikamentös solide eingestellt. Da ich meine Startnummer ohne Anstehen abholen konnte, hatte ich vor dem Lauf noch Zeit für eine Fussanalyse. Zwar hatte man mir vor einem knappen Jahr gesagt, dass sich Haltung und Laufstil verändern können, aber was ich da sah, hat mich schon sehr überrascht: Von Senkfuss konnte man nicht mehr sprechen, das Einknicken nach innen ist links noch leicht sichtbar, aber lange nicht mehr so stark (aber immer noch stark genug, dass ich in letzter Zeit teilweise wieder Hüftprobleme hatte). Vor allem aus der Anfangszeit her waren aber meine Schuhe schon stark abgelaufen, v.a. der stärker belastete linke, so dass ich mir neue gönnte, die nächste Woche geliefert werden. Bin gespannt, wie sich das auswirkt …

Gut  90 Minuten vor meinem Start, nach einem Teller Pasta, traf ich meinen Vater, und wir genossen bei einem Kaffee die Stimmung. Ich kam beim Start gut weg, hatte musste aber etwas aufpassen, weil mein Knie beim Abwärtsgehen gerne zickt. Immerhin: Den ersten Kilometer absolvierte ich in 9.18, bei einem Durchschnittspuls von 139  – so schnell wie noch nie, seit ich tracke. Und auch Kilometer 2 und 3 lagen mit 9.36 und 9.28 deutlich unter meinen früheren Zahlen. Erwartungsgemäss änderte sich das beim Aufstieg bei diesem verfl…. Aargauerstalden: 10.29, bei einem Pulsdurchschnitt von 153 waren aber doch besser, als ich befürchtet hatte – und ich hatte Reserven für einen Endspurt. Angesagt hatte ich etwas über 47 Minuten, erreicht hatte ich 46:06  – und hatte anschliessend weder Atemprobleme noch wesentliche Kniebeschwerden. Und damit mehr als genügend Zeit, um meinen Bruder starten zu sehen, Kaffee zu trinken und die Elite zu begrüssen, die mit 49: irgendwas nur unwesentlich länger als ich unterwegs waren, allerdings aber auch über mehr als das 3-fache meiner Strecke. Sagenhafte Leistung – und wieder eine grossartige Stimmung! Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an die Organisation, die Sponsoren und HelferInnen!

Fazit:

  • Rang 4367 von 4396 Läuferinnen (ohne Walking)
  • Offizielle Zeit: 00.46:05.5
  • 7:47 schneller als im Vorjahr
  • Kaum Hinken im Ziel
  • Keine Schmerzen am Folgetag (also Arthrose nicht ausgelöst)

 

 Finisher Clip der Migros

Offizieller Rückblick

 

 

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