Kurz vor sechs mag Knut sich nicht mal verstecken: Als ich aufstehe, dreht er sich noch einmal um …
Und eigentlich hat er ja recht: Wir müssen uns nicht beeilen Frühstück gibt es wie immer ab sieben, Kabine müssen wir bis 10 Uhr räumen und das grosse Gepäck zum Lift stellen – das sehen wir dann in Bergen an Land wieder.
Vorher fahren wir aber noch durch den Steinsund, der an der engsten Stelle nur 60 Meter breit ist. Die dazugehörige Gemeinde besteht aus über 1000 Inseln und Inselchen.
Mittags gönnen wir uns noch eine Kleinigkeit in der Konditorei, allerdings bei einer neuen Bäckerin. Von „unserer“ haben wir uns gestern sehr herzlich verabschiedet, sie stieg in Kristiansund aus, meinte aber, wir würden uns vermutlich irgendwann wiedersehen …
Ankunft in Bergen ist für 14:45 geplant, um 15 Uhr soll der Flughafenbus fahren. Was heisst, dass wir die „mindestens 2 Stunden vorher einchecken-Anweisung“ wohl knapp erfüllen.
Aber da wir das Arrangement samt Flug bei Hurtigruten gebucht haben, stresse ich mich nicht – ist allenfalls deren Problem, wenn nicht …
Im Moment habe ich das Schiff praktisch für mich. Und bin vermutlich die einzige, die sieht, dass wir kurz nach Måløy immer noch oder wieder schwaches Nordlicht haben!
Bei der Einfahrt in Florø gab es keine Nordlichter mehr, dafür erstes Morgenrot und strahlenden Mondschein.
Mit etwas Wehmut, aber auch Vorfreude auf Zuhause packen wir die letzten Sachen ein und räumen die Kabine. Wie zum Trost werden wir in der Panoramalounge erneut von einer herrlichen Lichtstimmung begrüsst.
Ich muss sagen, nach den dunklen und nebligen Wochen in der Schweiz tat das Wetter hier extrem gut. Dass es in und um Tromsø bewölkt war und leicht schneite, war in Bezug auf Aurora borealis schade, aber sonst nicht wirklich tragisch.
Bei schönstem Sonnenschein beschliessen wir die Reise in Bergen.
Transport zum Flughafen und erste Etappe bis Amsterdam verliefen reibungslos, sogar mit etwas Vorsprung auf den Fahrplan. Der Flug nach Zürich war aber verspätet – und aus ursprünglichen 50 Minuten wurden 70 – zuviel, als dass ich noch sicher bis Zurzach gekommen wäre. Habe Taxi- und Hotelpreise von recherchiert und mich ins B&B in Rümlang eingebucht. Katzen haben zum Glück ihr Znacht erhalten, und KLM servierte Tee und ein kleines Sandwich. Alles gut!



Adieu Hurtigrouten.. Bleiben werden viele schöne Erinnerungen und man muss sich wieder ans Alltagsleben gewöhnen.
Daddy