Interlaken – Jungfrau Victoria

Morgen startet mein Bruder zum Jungfraumarathon. Meine Tante und ich haben heute bereits im Hotel Jungfrau Victoria eingecheckt und geniessen bei Tee und Kaffee den Blick auf die Jungfrau und das Startgelände und die ersten Rennen – MuKi, VaKi, Minimarathon etc. Herrlich!

Plötzlich taucht meine Tante mit einem riesigen Feldstecher auf und erkundet die Region ausführlich. Ich staune, dass Monika das Ding mitgeschleppt auf, aber sie sagt ganz nonchalant: Der gehört hier zur Zimmereinrichtung … 12 Punkte, liebes Hotelmanagement!

Das gebuchte Doppelzimmer ist freundlicherweise in eine Juniorsuite verwandelt worden, so dass wir viel Platz haben  – und einen begehbaren Kleiderschrank. Hier lässt es sich aushalten! Frisches Obst und Mineralwasser sind hier ebenso selbstverständlich wie kuschelig-weiche Bademäntel und dazu passende Badelatschen, die wir sogleich zum Besuch der Spa einsetzen. Und so liegen wir schon wenig später bei schönstem Wetter auf der Sprudelliege im Solbad, wo uns die Paraglider wie Schmetterlinge umgaukel, und seufzen schwer … Die Opfer, die wir für meinen Bruder bzw. Monikas Neffen bringen müssen!

Apéro gibt’s auf der Terrasse. Bald stossen auch die M&Ms zu uns, die uns anschliessend zum Nachtessen einladen. In der Pastateca wollen wir die köstlichen, frischgemachten Teigwaren geniessen, von denen im Newsletter des Hotels geschwärmt wird. Allerdings ist das gar nicht so einfach: Wir erhalten zwar schnell einen Tisch, es wird auch rasch aufgedeckt, und wir können die Getränke bestellen … Aber dann passiert gut 20 Minuten lang gar nichts! Die Bedienung rennt recht kopflos in den Gegend rum, die Stv. Teamleiterin allen voran … Der arme Mike ärgert sich grün und blau! So etwas in „seinem“ Hotel – das geht gar nicht. Mel organisiert kurzerhand Brot von einem anderen Tisch und entscheidet sich für Antipasti à discretion, die kann man nämlich selber holen und muss auf keine Bedienung warten. Gerade, als er auch die Getränke von der Theke holen will, wo sie offenbar schon längere Zeit stehen, bequemt sich dann doch noch die STV  … Allerdings braucht auch sie 4 oder 5 Wege für etwas, was man in einem Durchgang hätte machen können. Schade! Für ein 5-Sterne-Haus ist das eine schwache Leistung, selbst wenn dieses Restaurant „nur“ die Ergänzung zum hauseigenen Tennisclub ist …

Immerhin: Als wir endlich bestellen können und das Essen nach etwas weiterem Warten serviert wird, erweist sich der Geschmack der Pasta als exquisit! Die wunderbaren dünnen Nudeln bestehen nur aus Eiern und Mehl und sind mit gesundem Öl mit viel Omega-3-Säure, etwas Parmaschinken und einem Hauch Limone abgeschmeckt. Köstlich!

Wir unterhalten uns prächtig – nicht zuletzt dank Mel’s Abenteuergeschichte von seinem doppelten Wasserschaden – mit Steckdosen, aus denen Wasser läuft, wütenden Nachbarinnen und abgebrühten Sanitär-Installateuren. Dennoch werde ich wohl nie mehr einen Kärcher ansehen können, ohne zu grinsen …

Herzliches Dankeschön, Mike, für die Organisation unseres Ausflugs und an beide M&Ms für den wunderschönen Abend, auch in Monikas Namen!

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