Kirkenes

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Nachdem wir gestern Abend gemütlich in den Schlaf geschaukelt worden waren, schlief ich recht gut und erwachte kurz nach sechs, vor der Einfahrt in den Hafen von Vardø, dem östlichsten Ort Norwegens.

Ausnahmsweise war es kurz nach Öffnung des Restaurants zum Frühstücken bereits recht voll. Kein Wunder: Wir landen um 9 Uhr in Kirkenes, wo ein Teil der Gäste das Schiff verlassen, andere auf Ausflüge gehen.

Wir haben uns nur für einen Spaziergang entschieden. Die militärischen Exkursionen ertrage ich nicht, Schneehotel hätte ich noch mal mitgemacht, wenn es Jris gereizt hätte. Tat es aber nicht.

Die Wettervorhersage war eher grimmig, und auch die Durchsagen auf dem Schiff mahnten vor den selbst für hiesige Verhältnisse tiefen minus 18 Grad, gefühlt minus 27, wegen des Windes. War aber gar nicht so schlimm, und die Vorhersage betr. Wind wurde auf den späten Nachmittag korrigiert – da sind wir aber bereits wieder weg.

Unser Schichtsystem hat sich einmal mehr bewährt. Stilistisch konnte ich nicht punkten, aber Hoody über dem Mantel ist praktischer: Die Brusttasche hält Handy und Pfötchen warm 🙂

Die Trottoires waren sehr gut gepflegt und auch für mich gut begehbar – Stock hätte ich gar nicht gebraucht. Allenfalls beim Überqueren der Strasse galt es aufzupassen, unter der dünnen Schneeschicht lag hier blankes Eis.

Verkehr hatte es kaum, die meisten Läden waren geschlossen. Viel zu sehen gab es nicht, ausser der Natur – die aber ist bezaubernd, gerade auch während der wenigen Sonnenstunden. Untergang war 11:40

Als Skulptur oder Turngerät gibt es hier Königskrabben. Die Viecher, die streng genommen gar keine Krabben sind, können bis zu 6 Kilo schwer werden und eine Spannweite von 3 m erreichen. Die eingeschleppte Tierart hatte keine natürlichen Feinde und vermehrte sich rasant, bis man realisierte, wie gut die schmeckten – und dass mit deren Fang und Verkauf die Verluste des immer kleiner werdenden Flusslachsgeschäfts aufgefangen werden konnten.

Ach ja: Knut war natürlich mit auf dem Spaziergang!

2 Gedanken zu „Kirkenes“

  1. Kirkenes habe ich etwas negativ im Sinn, da wir die erste Nacht ohne unser Gepäck verbringen mussten, wegen einer Verspätung beim Umladen- Wir schaften es knapp, das Gepäck erst am andern Tag. Gott sei Dank war es nicht so kalt wie bei Euch.

    Daddy

  2. hallo Ihr kälteresistenten Schiffspassagiere,
    ich dachte schon, K.K. schleppt endlich seine Verwandtschaft herbei …… habe noch nie etwas von einem femalen Nordgeist gehört ? Also haltet Augen und Ohren weit auf, man weiss ja nie …..

    weiterhin erlebnisreiche Tage Rolf

    p.s. : schöne Bilder und „ ring “ – lesbare Texte dazu, genau die richtige Mischung als Bettmümpfeli-Story >>>> nach *Goldlocke-BadNews-AUS-USA* kann ich sehr schlecht einschlafen und ganz entscheidend : miese Träume plagen mich anschliessend bis in den Tagesanbruch !

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