Lindenblütenglace 2.0

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Erinnert ihr euch noch an meine Experimente betreffend Lindenblütenglace? Falls nicht: Hier nachlesen!

Fazit vom letzten Jahr:
Aroma vom Sirup war fein, aber viel zu viel Zucker – gefriert nicht mehr richtig.

Neues Jahr, neues Glück:

Die Linden haben dieses Jahr richtig gut angesetzt, ich durfte offiziell beim Bohrturm ernten gehen – und ich hatte mich in der Zwischenzeit schlau gemacht, was man mit Lindenblüten alles anstellen kann.

Die schlechte Nachricht vorne weg:
Die ätherischen Öle extrahieren und konservieren geht im Privathaushalt nicht.

Die gute:
Ansonsten gibt es ziemlich viel Spielraum, wie man Lindenblüten konservieren bzw. deren wertvolle Inhaltsstoffe nutzen kann.

Spoiler Alert:
Nicht alle davon eignen sich anschliessend für die Glace-Zubereitung. Aber seht selbst:

  • Lindenblüten-Öl-Auszug, warm: Geht am schnellsten  – duftet aber überhaupt nicht nach Lindenblüten. Habe das Öl als Basis für eine Handcreme verwendet.
  • Lindenblüten-Öl-Auszug, kalt: Noch am Ziehen. Geht aber in die gleiche Richtung wie oben. Dürfte als Badezusatz enden.
  • Lindenblüten-Tinktur:  Noch am Ziehen, duftet aber v.a. nach Vodka. Gilt aber als guter Stresslöser (und nein, nicht nur wegen des Alkohols), also wird auch die nicht als Food Waste enden.
  • Lindenblüten-Sirup: Das war letztes Jahr geschmacklich am besten, gefror aber nicht richtig. Auf Anraten von Gennaro habe ich 2 Light-Versionen gemacht: Eine mit nut 100 g Zucker auf 1 L. Wasser (und offenbar etwas zu viel Vitamin C, der ist recht sauer, schmeckt aber erfrischend) und einer, bei dem ich den zu süssen verdünnt, neu aufgekocht und eingedickt habe. Letzterer ist für mich immer noch derjenige, der am stärksten nach Lindenblüten riecht.
  • Lindenblüten-Soft-Ice:  Diesen Tipp erhielt ich im Dracolorium (die Biester sind ja mindestens so verfressen wie ich). Rahm über Nacht mit Lindenblüten aromatisieren. Da ich keine Softie-Maschine habe, landete das Ganze in einer flachen Schale im Tiefkühler und wurde von Zeit zu Zeit mit einer Gabel durchmischt.
  • Lindenblütenzucker: Das war ein Tipp der Kräuterhexe meines Vertrauens.  Blüten pürieren, mit Zucker mischen, im Ofen bei 50° austrocknen lassen. Riecht schon stärker nach Lindenblüten, wobei das holzige überwiegt.
  • Lindenblüten-Crème oder Glace: Rahm mit Lindenblüten aromatisieren, über Nacht ziehen lassen. Schmeckt gut, aber Lindenblütenaroma eher schwach, Honig hat bei mir überwogen.
  • Lindenblüten-Parfait:  Noch nicht ausprobiert, erinnert aber an die Rahmvarianten.

Aktueller Favorit:

Eine Kombination aus dem Erlernten vom Lindenblütenzucker und dem aromatisierten Rahm:

Blüten ohne Blättchen im Rahm püriert, 36 Stunden ziehen lassen. Im Schüttelbecher einfrieren und von Zeit zu Zeit schütteln.

Was ich mit den Sirups anstelle, weiss ich noch nicht.

Input für weitere Varianten willkommen!

 

Weitere gluschtige Rezepte mit Lindenblüten – auch pikant.

 

2 Kommentare zu „Lindenblütenglace 2.0“

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