Nordkap

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Kurz vor 11 Uhr kamen wir im Honnigsvāg in der Finnmark an. Die Stadt zählt knapp 2000 Einwohner, auf der gesamten Insel leben noch 3000 – etwa halb so viel wie vor der Dorschkrise um 1980.

Durch Überfischung geriet damals auch die arbeitsintensive Fischverarbeitung in Schwierigkeiten und hat sich nie mehr erholt.

Siehe auch:

Geschichte der Fischerei Norwegens

Sechs Sami-Familien nutzen die Insel als Sommerweide für ihre Rentiere. Sie kommen mit rund 4500 Tiere und verlassen die Insel mit ca. 6000 Tieren, bevor der Winter kommt. Nur auf dem südlicheren Festland können fie Tiere die überlebenswichtigen Flechten freigraben und fressen.

Mehr zum Rentierzug

 

Wir gelangten heute recht unbeschwert per Bus ans Nordkap. Frühere Reisende, auch der Hurtigruten, wurden pet Ruderboot unten an die Klippen gebracht und mussten die Serpentinen hoch klettern – die Damen in Langen Röcken und Unterröcken, wie eines der Diarahmem im Nordkap zeigt.

Ungemütlich könnt es auch heute noch werden, wenn starket Schneefall und heftige Winde das Durchkommen erschwerten oder verunmöglichten. Heute aber hatten wir Glück: nur -4 Grad, und Wind nur ganz oben, rund um den berühmten Globus. Das Eis wurde grösstenteils von weichem Schnee überdeckt, was das Gehen, mit Spikes, sehr angenehm machte.

Eigentlich wollten wir ja nur einen lockeren Spaziergang machen, Kaffeetrinken und das Museum besichtigen. Aber Knut s Ehrgeiz war durch beleidigende Kommentare geweckt worden – der hat sich andauernd versteckt. Es lohnt sich also heute, ganz genau hinzuschauen!

Zurück auf der Richard With schälten wir und erst aus den Klamotten und genossen dann ein warmes Getränk. Schnell wurde es völlig finster, und als Johnny kurz nach 16 Uhr mit mir telefonierte, sah er nicht gerade viel …

Strahlend funkelten dann aber wieder die Lichter bei  der Einfahrt in den Hafen von Kjøllefjord.

Znacht einmal mehr sehr fein, mit traditionellen Zutaten. Und, auf Wunsch von Jris, ein Absackerli.

Nodlichter soll es keine geben – dafür haben wir schöne Wellen. Schmittchen Schleicher lässt grüssen  🙂

 

Ein Gedanke zu „Nordkap“

  1. Die vielen Bilder geben einen herrlichen Eindruck von der Gegend. Wenn ich denke, ich habe mich früher auf ca. 30 Fotos pro Tag beschränkt. Das waren aber noch Zeiten mit KODAK-Filmen! Die Erinnerung ans Nordkap im Sommer. ich las um Mitternacht die Tageszeitung ohne Licht!

    Daddy

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