#twittboat 2013 – Training

Als Dominik sich über zu wenig PaddlerInnen beklagte, nahm ich all meinen Mut zusammen und bot mich zumindest als Notnagel an: Ich habe zwar ausgiebig Gummibooterfahrung, sass aber noch nie in einem Drachenboot. Von Eglisau her wusste ich aber, dass die jeweils ziemlich schnell und mit brutalen Antreibern unterwegs sind. Immerhin bin ich jetzt so fit, dass ich mich nur als Zusatzgepäck bezeichnen würde, und besser als nicht starten zu können, wäre es allemal … Dennoch reiste ich gestern mit gemischten Gefühlen ins Training.

Das Wetter schien sich zuerst gegen mich – gegen uns – auszusprechen: Ein Gewitter liess uns flüchten, erst schien es, wir könnten gar nicht aufs Wasser. Immerhin anerboten sich Lars und seine Kollegen von Dragonboatsevents, mir im Trockentraining die Handhabung der Paddels zu erklären. Der erste Satz war leicht entmutigend: Es isch nid wie bim Gummiböötle … MIST: Meine ganze Erfahrung wurde soeben über Bord gespült! Doch sooo schwierig ist der Paddelschlag an sich nicht. Die Tücke liegt in der Synchronizittät, wie wir später doch noch herausfanden.

Erst versuchte allerdings das zweite anwesende Team uns einzuschüchtern: Sie waren letztes Jahr offenbar 2. geworden, und der Speaker feuerte sein Team an: Dieses Jahr wollen wir mindestens einen Platz besser abschneiden!

Immerhin konnte ich so beobachten, wie man diese schwimmende Seifenkiste professionell ablädt, wassert und besteigt. Und dann kam unser Moment: Zwar waren wir nur noch 13 (nicht die erforderlichen 20) PaddlerInnen, aber das reichte, dass wir mit Lars als Steuermann und Philipp als Sklaventreiber losfahren durften. Galant halfen mir die Jungs ins Boot (das ist der einzige Punkt, bei dem mein Knie noch Probleme macht), Bianca überliess mir freundlicherweise die linke Seite (meine bessere), und schon gint es los: Erst mal Takt üben, dann Starts – sogar stromaufwärts! Philipp schlug ein forsches Tempo an, aber das war, wie er mir später auf Twitter schrieb, reine Strategie:

@knotenbleistift: die Strategie war euch so müde zu machen, dass ihr keine Energie für Ärger mehr habt. Kommt gut. #twittboat

Was mich freute: Bianca und ich konnten super mithalten – einige der Jungs machten aber regelmässig vor einer Minute schlapp! Wir mussten richtig drängeln, damit wir wenigstens einmal die volle gescjhätzte Rennzeit trainieren konnten (ZüriFäscht ist oiffenbar doch einiges kürzer als Eglisau). Und wir schafften sogar ein Duell gegen unsere Kontrahenten! Nicht wirklich fair, wir starteten schon etwas voraus – nicht, dass es was genützt hätte. Aber schliesslich hatte uns ja einer der Teamkollegen ausdrücklich vor den schädlichen Folgen von Übertraining gewarnt – da wollten wir natürlich nichts riskieren!

Einige Schauergeschichten bekam ich beim Auswassern auch noch erzählt: Vom Team Terminator, deren Oberarme alle aussähen wie die Oberschenkel eines Radfahrers, zum Beispiel. Vielleicht doch besser, bin ich nur Ersatz? Wir werden sehen!

Mir hat das Training jedenfalls total Spass gemacht – und ich musste zum ersten Mal in meinem Leben keine XXL-Schwimmweste tragen oder eine Extension verlangen. Freu!

Also, liebe Fans und Supporters: Am Samstag, 6.7. um 10 beginnen die Vorläufe der Fun Teams, auf der Strecke Rudolf-Brun-Brücke bis Centralbrücke, am Sonntag ab 11 Uhr die weiteren Vorläufe, ab 15.45 die Halbfinal- und Finalläufe. Und wer nicht vor Ort mitfiebern kann, darf gerne via #twittboat anfeuern!

 

 

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