Verenaspiel – römisches Vorprogramm

Essen wie die Römer – in der Waag

Über den Gasthof Waag habe ich, seit ich hier in Bad Zurzach wohne, schon ein paar Mal geschrieben. Mich fasziniert der „Zaubergarten“, wie ich den romantischen Innenhof nenne, ich sitze da gerne für einen Kafi und einen Schwatz, nehme auch mal den Laptop mit, um zu arbeiten, oder besuche ein Jazzkonzert. Von daher war es natürlich Ehrensache, dass ich auch das Vorprogramm zum Verenaspiel ausprobieren würde.

Bad Zurzach Tourismus war dann so freundlich, bei ihrem Facebook-Gewinnspiel ausgerechnet meine ehemalige Studienfreundin Karin, gewinnen zu lassen, so dass wir gestern zu zweit loszogen – mit mehr als skeptischen Blicken gen Himmel, denn das Wetter war doch sehr launisch. Doch BadZurzach twitterte optimisitisch, das Wetter werde wie ein Schweizer Weisswein, kühl und trocken. Na ja …

Bis zur Waag kamen wir jedenfalls trocken, aber die Gastgeber hatten sich doch entschieden, das Essen drinnen zu servieren, nicht im Messehof. Als Vorspeise gab’s einen grünen Salat mit feiner Sauce und knackigen Kernen, dazu weisses und dunkles Brot. Als Hauptgang servierte man uns einen römischen Linseneintopf, sehr würzig und heiss – bei den zu erwartenden kühlen Temperaturen genau richtig. Dazu hätten wir je ein Glas Kündig Bier oder Tegerfelden-Wein haben können, aber da ich auswärts kaum Alkohol trinke, rechnete man mir kurzerhand mein Mineral an. Toller Service! Ein Bienenstich zum Dessert schloss das feine – und sehr üppig bemessene – Essen ab. Wunderbar war das Geschirr, in dem alles serviert wurde: Englische Teller, herrlich-altmodische Suppenschüsseln und Email-Brotkörbchen.

Das Rahmenprogramm wurde hier von den Kindern des Verenaspiels gestaltet: Anschaulich erklärten sie uns das römische Zurzach, liessen uns mitrechnen, wie viel Weizen so ein Römerlager pro Tag verschlang und bliesen zum Schluss so überzeugend zur Truppensammlung, dass nicht nur die gemeinten Kinder, sondern das ganze Publikum aufstand. Während wir noch einen Kaffee genossen, düsten sie schon zum Spielgelände.

Bis wir so weit waren, setzte auch der Regen wieder ein – von wegen kühl und trocken! Uns taten die SchauspielerInnen leid: Wir sassen ja auf der Tribüne ziemlich trocken (in der zweiten Reihe konnte man schon ab und zu noch einen Spritzer abkriegen), und für den Notfall hatten die Organisatoren ja reichlich Regenpellerinen, die sie gratis abgaben (ein toller Service, übrigens). Aber kurz vor Vorstellungsbeginn hörte der Regen auf, auch wenn das Gelände natürlich nass und sehr rutschig war, was auch zu zwei Stürzen führte. Nichts desto trotz traten „unsere“ Kinder gleich zu Beginn in voller Bademontur auf, das Wetter und die Realität wie Profis ignorierend. Gut gemacht, ihr römischen Soldaten! Und ein herzliches Dankeschön allen anderen SchauspielerInnen, MusikerInnen und Heinzelpersonen hinter den Kulissen: Der Abend war zauberhaft und hat Karin und mich tief berührt.

Für alle, die jetzt Lust auf mehr haben:

Daten und Tickets fürs Verenaspiel

Reservation Vorprogramm

Hingehen – es lohnt sich!

 

Weitere Links:

Probenbericht Verenaspiel

Vorprogramm Schwert

 

 

 

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