Vesterålen

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Nach dem Frühstücken machten wir uns parat für den Ausflug in die Vesterålen.

Die Inselgruppe ist weniger bekannt, als die Lofoten, obschon sie landschaftlich, von Fauna und Flora her, sehr viel zu bieten hat, Entsprechend stolz stellen die Einheimischen fest, dass man hier das ursprüngliche Norwegen erleben kann. In den weiten Wäldern, an Fjorden, Flüssen oder sehen ging es viele Hütten, die fürs Wochenende oder kleinere Auszeiten genutzt werden. Oft sind diese nur zu Fuss oder per Snowmobiö erreichbar, haben meist kein fliessend Wasser, wenn auch inzwischen oft Solarzellen.
Die dazugehörigen Toilettenhäuschen sind oft mit Bildern der Königsfamilie verziert. Das hat aber nichts damit zutun, dass man da auf dem Throm sitzt, wie ich vermutet hatte, sondern daran, dass hier statt teures WC-Papier billiges Altpapier verwendet wurde. Sich königlich zu versäubern ging aber natürlich nicht, also wurden entsprechende Fotos ausgerissen und aufgehängt.

Unser Ausflug begann in Harstad, dem ehemaligen grossen Handelszentrum der Wikinger. Die meisten Häuser sind Ein- oder Zweifamilienhäuser, auf Terrassen gebaut, um beste Sicht auf den Fjord zu haben.

Ein eher hässliches Hochhaus gibt es auch. Es wurde gebaut, um günstigen Wohnraum auf kleinem Raum zu schaffen – vor allem aber, um die Einwohnerzahl auf über 4000 zu steigern, denn erst bei dieser Grösse erhält die Stadt eine Bewilligung für einen Laden, der Alkohol und Tabak verkaufen darf.

Unser erster Stopp ist bei der Kirche von Trondenes der ältesten nördlichen Steinkirche, erbaut in mehreren Etappen zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert.
Ein Priester empfing uns mit einer ca. 10-minütigen ökumenischen und viersprachigen Andacht, danach hatten wir Zeit zum Fotografieren.

Ein kurzer Spaziergang führte zu einem historischen Museum mit einer Art Ballenberg aus dem 13. Jahrhundert. Mich beeindruckte insbesondere das Wohnhaus, das nach alter Überlieferung und mit historisch korrekten Materialen und Tools erbaut worden war. Es bot Platz für eine Familie mit 2 Erwachsenen, 4 Kindern und 2 Helfern, die auf Bänken, entlang den Wänden, geschlafen hätten. Inn der Mitte befand sich die Feuerstelle, darum Gerätschaften wie Webstuhl, Werkzeug für die Flachsverarbeitung oder zum Bearbeiten der ungewaschenen Wolle.

Eine Frau in historischer Kleidung erklärte uns nicht nur die Ausstellung, sondern sang auch das erste skandinavische Lied, von dem Text und Melodie schriftlich überliefert worden sind.

Weiter ging die Fahrt nach Kwaefjord, von wo der Nationalkuchen Norwegens stammt, der Kwaefjordkake, unbescheiden auch als bester Kuchen der Welt bekannt. Ob das stimmt, weiss ich nicht. Für uns gab es auf der Fähre Braunkäse mit Waffel und Zimtomelette, wahlweise mit Kaffee oder Tee, bevor der Bus uns wieder spektakulär mit der Richard With zusammenbrachte.

Die wunderbare Natur und die sensationellen Lichtspiele haben uns beiden sehr gut gefallen. Und Knut hat neue Bekanntschaften geschlossen.

Als Mittagessen gönnten wir uns, wieder an Bord, einen Burget (Jris) und Bacalao (ich). War sehr würzig!

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