Whakatane – Tag 18

Überraschenderweise hat Freyja ihre Eltern heute ausschlafen lassen. Das verhalf auch mir zu einem eher faulen Vormittag, am Computer, aber ohne den Blog fertigstellen zu können, da ich das Kabel für den Fototransfer bei Bianca hatte liegen lassen. Je nu, musstet ihr euch gedulden – aber ihr wart ja ohnehin mit den Neujahrspartys und so beschäftigt 🙂 So erfuhr ich auch, dass die Maori gestern nicht Neujahr feierten – denn deren Kalender beginnt im Juni mit dem Aufstieg des Sternbildes Matariki (siehe Links).

Nach einem späten Frühstück holten die Kinder mich ab, um die Tarawera Falls zu besuchen. Diese Wasserfälle sind nur über eine Schotterpiste zu erreichen, die sonst für den Holzschlag genutzt wird. Es braucht eine Bewilligung, um die nutzen zu dürfen. Die Fahrt durch ältere Wälder, völlig abgeholzte oder erst kürzlich aufgeforstete Gebiete war eine staubige Angelegenheit – das Auto litt entsprechend (erhielt aber zum Abschluss dann eine ausgiebige Wäsche). Offenbar waren wir nicht die einzigen mit dieser Idee, der nicht sehr grosse Parkplatz zu Beginn des Spazierweges war gut gefüllt, Calum musste sich etwas in die Büsche schlagen, damit wir da noch Platz fanden. Der Weg führte durch das, was ich Zauberwald nenne: Einen Mischwald mit Bäumen, Riesenfarnbäumen, Farnen am Boden oder als „Untermieter“ auf Bäumen. Tiefgrün schlängelte sich der Fluss dazwischen, dem wir bis zu den eindrücklichen Fällen folgten. Freyja wäre am liebsten ins Wasser gehüpft, aber das war hier viel zu gefährlich. Überhaupt musste der kleine Wildfang immer wieder gebremst werden – da gab es so viele Blumen und Blätter, die gepflückt werden konnten; bunte Dreiecke, die den Wanderern den Weg zeigen sollten, die sie aber zu gerne weggeklaubt hätte; Steine in allen Formen und Grössen; Wurzeln und Stufen, von denen man Hüpfen konnte. Dass man sich da, auch wenn man x-Mal daran erinnert wird, nicht auch noch darauf achten kann, wohin man geht, ist ja klar. Das Protestgeheul entsprechend vorprogrammiert, wenn da so eine gemeingefährliche Wurzel einen zu Boden zwingt. Nix passiert, nur Würde anknackst …

Auf dem Rückweg musste die arme Bianca dann wieder schleppen, nur kurz durfte Papa ran. Kaum im Wagen, schlummerte die Kurze auch schon wieder ein. Ein Bild für Götter war dann ihr Blick, als sie auf einem Parkplatz erwachte, ein Beereneins direkt vor der Nase 🙂

Ich selber hatte für mich wieder eine Kinderportion bestellt, ich bin ja lernfähig, dafür zusätzlich noch ein paar erntefrische Nektarinen, die wir uns dann auf dem Spielplatz zu Gemüte führten, während wir Freyja beim Schaukeln anstupsten. Zurück zu Hause war sie allerliebste, „kochte“ und „buk“ für uns, bis ich mich verabschiedete. Ich wollte nun doch noch meinen Blog nachtragen und einen ruhigen Abend verbringen – und auch Bianca und Calum hatten etwas frühen Schlaf verdient.

Weiterführende Links:
Wasserfall
https://www.doc.govt.nz/parks-and-recreation/places-to-go/bay-of-plenty/places/lake-tarawera-scenic-reserve/things-to-do/tarawera-falls-track/

Maori-Neujahr:
https://www.tepapa.govt.nz/discover-collections/read-watch-play/maori/matariki-maori-new-year

 

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