WinterthurMarathon: 10 km Walking

Mit einem etwas mulmigen Gefühl reiste ich heute an den Start des Winterthur Marathons, bei dem ich für die 10 km Walking angemeldet war. Die Strecke sollte zwar, gemäss Video, sehr schön sein, aber ich hatte ja nicht trainiert in den letzten Wochen … Und auch wenn ich schlecht bin im Lesen von Streckenprofilen, schien es mir doch mehrheitlich aufwärts zu gehen. Zudem hatte ich erst gestern gesehen, dass die einen offiziellen Kontrollschluss haben, 110 min nach dem Start. Auf Grund der Leistung am Grand Prix von Bern musste ich davon ausgehen, dass ein Pace unter 11 sicher drin liegt, aber ob ich es, wie ursprünglich geplant, unter 10 bringen würde?

Die Anreise verlief gut, die Reithalle fand ich problemlos, bei der Startnummernausgabe waren so viele HelferInnen, dass ich nicht anstehen musste. Erstes Erfolgserlebnis gleich vor dem Start: Die Gute riet mir, das Finisher-Shirt eine Nummer kleiner zu nehmen, das wäre mir sonst viel zu gross. Und sie hatte recht! Eine knappe Stunde vor dem Start traf ich Jacqueline und ihren Mann, und wir tauschten uns kurz aus. Ich freue mich immer, wenn ich die Läuferinnen unserer Motivationsgruppe auf Facebook auch live sehe!

Nach etwas Suchen fand ich auch die Haltestelle des Shuttlebusses, der mich an den Start bringen sollte. Auch hier traf ich nette Mit-Walkerinnen, insbesondere Daniela, eine Coiffeuse aus Winterthur, die mit ihrer fröhlichen Art alle Mitriss. Bei der Kategorie der Jogger herrschte vor dem Start über 10 km ein Riesengewusel, aber bei uns WalkerInnen ging es geruhsamer zu. Die meisten waren bewaffnet unterwegs, nur wenige walkten, wie ich, ohne Stöcke. Ich reihte mich ganz hinten ein, um den Knebeln auszuweichen, war dann aber doch etwas erstaunt, dass meine Pulsuhr auf den ersten paar Hundert Metern behauptete, ich wäre nur mit einem Puls von 67 unterwegs … Als ich das Band enger schnallte, erreichte ich aber die angestrebte Zone und blieb mehrheitlich drin oder ging sogar etwas über die Obergrenze hinaus, was dazu führte, dass ich immerhin gut 40% der Zeit im Bereich der Fettverbrennung unterwegs war 🙂

Bis über km 5 hinaus ging es langsam, aber stetig aufwärts – bis zum Ende des Laufes sollte es 118 m rauf und 134 m runter werden. An km 6 und 7 hatte ich etwas zu beissen, dann kam eine Stelle, die mit „Achtung Stolpergefahr“ markiert war, aber die neuen Schuhe griffen super, so dass ich kein Tempo rausnehmen musste. Die letzten gut 2 Kilometer führten über geteerte Strassen, was meinen Füssen fast weniger gefällt als die Naturwege, aber die Knie machten super mit. Nur rechts begann es in der Kniekehle zu ziepen, so dass ich zwischen Fersengang und 3-Punkt-Gang wechseln musste. Ab km 8 wusste ich auch, dass es wohl eng werden würde für eine Zeit unter 100 Minuten. Auch wenn ich die Runtastic-App etwas vor dem Start aktiviert hatte, lag ich schon fast 2 Minuten über der anvisierten Zeit … Da half dann auch der Schlussspurt auf den letzten 500 m nicht mehr, reichte aber aus, um mich nur Drittletzte werden zu lassen.

Immerhin: Den Besenwagen habe ich nicht gesehen, und der Durchschnittspace von 10.14 darf sich in Anbetracht der Umstände sehen lassen. Dennoch bin ich nicht unglücklich, habe ich vor dem Frauenlauf mit seinen gut 15 km noch einen kürzeren Lauf in Wohlen: Am Pfingstlauf werde ich versuchen, den Pace unter 10 zu kriegen, in Bern geht es dann einzig darum, über die volle Distanz zu kommen. Wetten auf die Zeit könnt ihr in den Kommentaren abgeben – die beste Schätzung gewinnt einen Überraschungspreis 🙂

Hier der Finisherclip der Migros

Hier die Fotos von alphafoto:

 

 

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