«Wo würdest du in Bern übernachten?»

In den letzten Tagen haben mich gerade zwei Kolleginnen gefragt, wo man in Bern gut übernachtet. Ich musste etwas schmunzeln: Als Heimwehbernerin habe ich zum Glück viele Freundinnen und ehemalige Arbeitskollegen, bei denen ich im Gästezimmer willkommen bin. Trotzdem kenne ich natürlich einige gute Hotels, teilweise auch aus eigener Erfahrung.

Das erste, was mir immer in den Sinn kommt, liegt etwas ausserhalb von Bern: der Sternen in Muri:

Mit diesem Landgasthof verbindet mich eine lange Geschichte: Im Bürohaus dahinter, bei der ehemaligen Airtours Suisse, hatte ich meine erste richtige Stelle. Wir haben im Kongressteil Weiterbildungen durchgeführt, in der Pizzeria gefeiert, haben uns Sandwiches liefern lassen, wenn wir wieder mal mit der Ausfertigung der London-Tickets im Rückstand waren. Die Lage ist ideal – gut erschlossen durch den öffentlichen Verkehr. Im Sommer liessen wir uns jeweils nahe beim Sternen in die Aare plumpsen, die Kleider wasserdicht verpackt – und trieben gemütlich bis vors Bundeshaus in Bern. Der schönste Arbeitsweg meiner Karriere!

Anlässlich der letzten Ehemaligentreffen der Airtours Suisse habe ich im Sternen übernachtet und herrlich geschlafen. Die Zimmer sind hell und freundlich möbliert, das Frühstück lecker. Hier werde ich mich sicher auch beim nächsten treffen einlogieren.

Sehr speziell finde ich auch die Innere Enge: 

Ich nutze hier jeweils das Restaurant und  die Terrrasse, wenn ich in der näheren Umgebung spaziere. Hier finden auch interessante Veranstaltungen statt. Das Haus wurde Mitte 19. Jhds erbaut  (1994 renoviert) und hat nur 26 Zimmer; etliche davon sind nach Jazzmusikern benannt und sogar mit persönlichen Gegenständen von denen dekoriert. Das Haus hat sehr viel Charme und liegt sehr idyllisch – und trotzdem nur je 2 km von Bahnhof oder Zytglogge entfernt.

Ein Hotel, in dem ich gerne mal übernachten würde, ist der neu eröffnete Schweizerhof:

Das prachtvolle Gebäude hatte mich schon während meiner Studienzeit fasziniert, auch wenn wir uns hier allenfalls mal einen Kaffee und ein einziges Mal Austern und Champagner leisten konnten. 2011 wurde das ideal gelegene Stadthotel vollständig renoviert, wobei viel von der ursprünglichen Pracht erhalten blieb – kombiniert mit modernster Infrastruktur. Neu gibt’s hier auch einen Spa – mit Hammam, Behandlungsräumen, Sauna etc. wunderschön gestaltet. Wenn das Budget für eine Übernachtung nicht ausreicht, empfehle ich auf jeden Fall den Afternoon Tea, der im Winterhalbjahr jeweils am Samstag von 14 bis 18 Uhr kredenzt wird.

Etwas billiger logiert man im Holiday Inn Bern Westside – dafür gibt’s hier nicht nur eine Spa, sondern gleich einen ganzen Wasserpark:

Mit dem ÖV lässt sich das Hotel in weniger als 10 Minuten erreichen. Es schliesst direkt an das futuristische Westside- Einkaufs- und Freizeitzentrum an, der Eintritt in den Bernaqua-Park mit seinen Wasserrutschen ist für Hotelgäste gratis. Schleckmäuler kommen hier, keine 200 m von der legendären Schoggifabrik Toblerone entfernt, auf ihre Kosten: In der Schauküche der Brasserie werden, neben leckeren Schweizer Spezialitäten, auch zahlreiche Schoggidesserts vor Ihren Augen zubereitet.

Meine letzte Empfehlung ist das Marthahaus:

Die kleine Hotel-Pension liegt in einem Wohnquartier in der Nähe des Viktoriaplatzes, gut erschlossen durch den ÖV – und stellt ihren Gästen auch Fahrräder zur Verfügung. Das Haus stammt vom Beginn des letzten Jahrhunderts, wurde aber hell und freundlich renoviert. Gäste können die Küche nutzen und ihre eigenen Mahlzeiten zubereiten. Ein gemütlicher Frühstücksraum und ein Lesezimmer runden das Angebot ab.