Winterthur – 10 km Walking

Als ich im Januar die Läufe fürs erste Halbjahr plante, war ich eher zurückhaltend und buchte mehr Kurzläufe als letztes Jahr. Aber nach den guten Ergebnissen erschienen mir gestern die angemeldeten 5.4 km doch etwas gar kurz …

Seit fast 4 Wochen bin ich eher noch mehr als sonst am Computer, und ich hatte mich schon die ganze Woche darauf gefreut, beim Walken den Kopf etwas auszulüften. Und so ging ich, totz der grossen Hitze und einer Startzeit am Mittag an den Nachmeldedesk und liess mich umteilen, auf 10 km. Bewusst walkte ich nur mit Musik, ohne Einpeitscher (Runtastic) oder Uhr, und gönnte mir viel mehr Trinkpausen als sonst. Denn auch wenn die ersten 4 km durch den Wald führten – warm war es schon da.  So warm, das ich mich entscheiden musste, ob ich die Welt beim Walken unscharf (ohne Brille) bzw. verschwommen (mit angelaufener Brille) sehen wollte. Ich entschied mich für unscharf, und das klappte, dank hervorragender Auszeichnung der Strecke und freundlichen Streckenposten ganz gut. Eim wenig doof guckte ich nur, als ich am Wegesrand eine weisse Katze sah und mich schon bücken wollte, um sie zu streicheln – es war ein Migros-Fähnchen …

Hoffnungsfroh scherzte ich bei Kilometer drei mit einem Streckenposten, der mit einer grossen Tasche am Wegrand stand, ob er für die Verteilung der Glacen zuständig sei? Er reagierte schnell und meinte: «Nein, der ist weiter vorne. Musst dich aber beeilen – er hat nicht mehr viele!» Motivation konnte der!

Glace gab’s dann doch keine, aber ich hatte meine Trinkflasche, ein Gel und ein Isostar Boost dabei – auch die Wasserstationen nutzte ich fleissig und ass unterwegs zwei Stück Banane. Blöd ist halt, dass ich aus dem Becher nicht trinken und gleichzeitig gehen kann … Aber diesmal hatte Flüssigkeitszufuhr Vorrang. Das fanden übrigens auch die WinterthurerInnen: Bie der Steigung bei Kilometer 5 und auf den letzten 4 Kilometern, durch die Einfamilenhäuser-Quartiere, gaben Private Wasser aus, hielten Schwämme bereit oder einen Gartenschlauch. Toller Einsatz, danke!

So kam ich knapp 8 Minuten vor Zielschluss ins Ziel und war extrem happy – auch wenn ich die 100 Minuten wiederum verfehlt hatte: Mit 1 h 42.10 war ich aber doch wieder 4 km schneller als in Aarau. Was heisst, dass ich am Frauenlauf die Zeit-Guillotine wohl überlisten kann, wenn ich mit Einpeitscher laufe. Atmung ging, trotz  Überschreitung der Ozon-Grenzwerte gut, und der Rheuma-Zeh war meist friedlich. Allerdings hätte ich bei der Hitze auch einen weiteren Gel nehmen sollen, denn beim Umziehen plagten mich plötzlich heftige Krämpfe. Nahm dann Magnesium, und gegen Abend beruhigte sich das Ganze wieder.

Fazit:

Ein schöner Lauf, super organisiert, nette MitläuferInnen, eine neue T-Shirtfarbe (lime) und – diesmal ganz besonders schnell – tolle Bilder von alphafoto (siehe Slideshow).

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Und auch das Migros Finisher-Video ist schon da:

 

 

 

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