Zu Besuch bei Bionicman

Es gibt Menschen, die berühren einen, lange bevor man sie wirklich kennenlernt. Michel Fornasier ist so einer:

Als Bionicman geistert er seit einiger Zeit durch meine Social-Media-Accounts. Mit seinen berührenden Comics und seinen Auftritten als Superheld macht er Kindern Mut, die, wie er nur eine Hand haben. Mehr noch: Mit seiner Charity und einem Team von Designern und 3D-Druckern produziert er massgeschneiderte Prothesen für Kinder.

Aber am besten erklärt er das selber – in seinem charmanten Akzent:

Heute habe ich ihn in Affoltern am Albis getroffen, auf einer Manor-Tour, bei der er Betroffenen und Nicht-Betroffenen aufzeigt, dass eine Behinderung auch Superkräfte verleihen kann. Und ist dabei wohl umso überzeugender, weil er selber sehr lange gebraucht hatte, um sich mit seinem Handicap auszusöhnen.

Heute setzt er sich ein, um an Schulen oder in Keynotes aufzuzeigen, wie Enthinderung geht und wie Kinder sich gegen Mobbing wehren können.

Die Figur des Bionicman entstand eher aus Zufall

Er ist einer von 12 Menschen in der Schweiz mit einer bionischen Hand. Die muskelgesteuerte Handprothese hat an einem Finger eine Vorrichtung, damit Michel Touchscreens bedienen kann. Die Kinder, mit ihrer wunderbaren Fantasie, sahen darin eine Analogie zu Spiderman – ob da Fäden rauskommen? Die Frage, ob er mit dieser Hand Superkräfte habe, kam so oft, dass er mit dem Zeichner David Boller zusammen Bionicman schuf: Erst als Cartoon – und dann, mit Hilfe einer professionellen Kostümbildnerin – als Figur in Fleisch und Blut.

Durch mein Engagement bei KMSK und Sternentaler ergeben sich natürlich immer wieder Berührungspunkte, aber live haben wir uns tatsächlich erst heute gesehen. Und ich sage euch:

In Natur ist Michel Fornasier noch sympathischer!

Herzlich, offen und einfühlsam geht er auf Kinder under Erwachsene zu; entschuldigt sich, weil Glitzerkleber bereits ausgegangen sind, die normalen Kleber nach wenigen Minuten ausgehen und die Bücher leider nicht in Affoltern angekommen sind. Affoltern war die letzte Station seiner Runde, und die Nachfrage war offenbar sehr gross. Heute war’s eher ruhiger, so dass wir etwas ausgiebiger plaudern konnten: Über den Werbespot mit Pro Infirmis und Plussport, den er gestern gedreht hat; über Geschichten, welche Kinder und Eltern ihm erzählen; über die Fragen, mit denen er an Schulen konfrontiert wird und über die Sponsoren, die ihm erlauben, sich Vollzeit seiner Charity und seinem Engagement zu widmen.

Weiterführende Links

Bionicman unterstützen:

Hier könnt ihr Merchandise kaufen, die Superkräfte verleiht, für Enthinderung sorgt und Give Children a Hand unterstützt.

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Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen, ein Autogramm und ein Selfie zu ergattern. Hier einige Impressionen:

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