Fotosafari

Seit meiner Rückkehr aus Neuseeland habe ich viel zu viel Zeit im Büro oder unter Leuten verbracht. Was pollentechnisch durchaus gesund war, aber nicht wirklich was fürs Gemüt. Also beschloss ich heute Morgen früh, nach Baden zu fahren und von dort aus dem Fluss entlang Richtung Brugg zu spazieren, was mir auch Gelegenheit geben würde, die neue Kamera weiter zu testen – erste Bilder der Nikon P900 hatte ich am Donnerstag auf Facebook veröffentlicht. Allerdings verquatschte ich mich dann mit meinem Nachbarn, sodass ich den Zug verpasste. Spontan entschied ich mich um: Zürich und Zoo sollte es werden.

Kaum im Zug, erreichte mich eine Nachricht von Mike, er sei ausnahmsweise in Zürich, ob ich am Nachmittag Lust hätte auf ein spontanes Date? So fügte sich alles zum Besten, und ich genoss ein paar wunderbare Stunden im Zoo – trotz böser Haseln und Erlen. Ich war nicht ganz die einzige, aber eine der wenigen ohne Kinderwagen, und so nutzte ich vorwiegend die Pfade mit Treppen oder Engpässen, um den Strömen zu entgehen.

Die Viecher genossen die Sonnenstrahlen auch: Viele hatten sich ein lauschiges Plätzchen zum Dösen gesucht. Da konnte ich mein Superzoom voll ausschöpfen – und meine Geduld. Denn wenn die Tiere den Kopf hoben oder sich räkelten, entstanden wunderbare Bilder. Einen kleinen Denkfehler hatte meine Planung allerdings: ich stapfte stundenlang draussen rum, wo es doch eher kühl war, und als ich dann in die Masaola-Halle kam, lief mir die Linse ständig an … GRRR! Von einem Profifotograf erfuhr ich, dass es mindestens eine halbe Stunde, wenn nicht eine Stunde ginge, bis sich die Kamera so weit erwärmt habe, dass ich damit würde arbeiten können. Also gönnte ich mir erstmals eine Pause im Restaurant, bevor ich erneut loszog, um Chamäleons zu suchen.

Gegen vier traf ich Mike beim Apéro, dann wechselten wir zu George für ein leichtes Nachtessen – was mir Gelegenheit gab, erst Innenaufnahmen, später draussen Nachtaufnahmen zu testen. Und ganz zum Schluss schoss die fast volle Lovey (1x Prosecco, 1x Cool Hendriks) den fast vollen Mond und war einfach nur glücklich …