Hamilton Gardens – Tag 20 NZ

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Für heute hat Bianca, wie sie es nannte, einen Ausflug outgesourct. Da sie mit Freyja und Felix Schuluniformen besorgen muss, hat sie Steve ins Boot – oder besser: ins Auto – geholt, um mit mir zu den Hamilton Gardens zu fahren. Wobei es offenbar nicht nur darum ging, ihr eine Fahrt zu ersparen – sondern auch Freyja einen weiteren Spaziergang. Es scheint, dass die Prinzessin von ihrem letzten Besuch nur mässig begeistert war 🙂

Steve nutzte die Gelegenheit, mir seine Mama, Sylvia, vorzustellen. Sie zog kurze Zeit nach dem Tode ihres Mannes in die gleiche Strasse, in der er wohnt, und damit auch näher zu Bruder und Schwester. Da sie nicht mehr so gut zu Fuss ist, hat Steve für sie einen Rollstuhl reserviert, den wir um 12.30 abholen sollten. Das liess uns genügend Zeit, die Anfahrt zu geniessen. Die Strecke folgt unter anderem dem längstem Fluss Neuseelands, dem Waikato River. Sehr hübsch ist auch der Lake Karapiro, mit dem grössten Ruderzentrum Neuseelands. Hier hat Steve früher viel Zeit verbracht. In letzter Zeit fasziniert ihn aber ein anderer Sport, und Schuld daran ist dieser riesige Velodrome. Hie werden regelmässig spektakuläre Rennen gefahren.

Rund um die Welcome Bay fielen mir vor allem die vielen grossen und teilweise noblen Häuser auf – offenbar nicht gerade eine der ärmsten Gegenden.

Wobei einige der richtig reichen Leute eher in Cambridge  zu finden sind. Die Hochburg der Pferdezucht bringt immer wieder Stars hervor, für die Millionenbeiträge bezahlt werden, wie hier zu erfahren ist:

 

Da wir etwas zu früh bei den Hamilton Gardens eintrafen, hatten wir noch Zeit für einen leichten Imbiss – wobei meine Auffassung von leicht wieder einmal von neuseeländischen Normen in Frage gestellt wurde. Der French Toast war riesig – und wies doch eine eher überraschende Komponente auf: Die Fotzelschnitten waren belegt mit eingelegten Rhabarberstengeln, Erdbeeren, Mascarpone-Erdbeercreme,  gebratenem Speck und Meringue, serviert mit flüssigem Honig. Schmeckte aber sehr gut!

Danach tauchten wir in die Welt der Hamilton-Gärten ein: In knapp zwei Stunden erkundeten wir Gärten aus unterschiedlichen Ländern, mit unterschiedlicher Nutzungsintention, von praktisch-produktiv bis fantasievoll-skurill.

Und ja, auch Kathrine Mansfield war natürlich präsent – mit einem Garten, der ihrer berühmten Shortstory nachempfunden ist. Wer die Geschichte lesen mag, wird hier fündig: The Garden Party – Short Story

Wer lieber anschaut als liest, kann sich das Ganze hier in zwei Teilen reinziehen: The Garden Party  – Film

Nach dem Spaziergang bei recht starker Hitze hatte sich insbesondere Steve eine Glace verdient, aber auch Sylvia und ich sagten natürlich nicht nein. Ein paar Fotostops auf der Rückfahrt erlaubten uns, die Beine zu strecken, und wir erreichten ohne grössere Staus wieder Whakatane, um viele Eindrücke reicher.

Eigene Fotos ergänzt mit einigen von Steve:

 

 

 

Ein Gedanke zu „Hamilton Gardens – Tag 20 NZ“

  1. Prächtige Gartenanlage – aber Gärtner möchte ich hier im weitläufigen Gelände nicht sein – höchstens mit Einsatz der Oldtimers.

    Daddy

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