I’m off to see the wizard, the wonderful wizard of NZ!

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In wenigen Minuten geht es los, mit einem Koffer und einem Rucksack – aber natürlich ohne Katze. Die beiden Flauschis werden während meiner Abwesenheit bestens von der Katzentante betreut und bedüdelt, wofür ich sehr dankbar bin.

Wie immer starte ich die Reise am Flughafen mit dem traditionellen Cousinentreffen.

Danach gibt’s eine Premiere für mich: Ein Besuch in der neuen Club Lounge, gleich hinter dem Airside. Ruhig, gemütlich, fein. Ich begehe Stilbruch und kombiniere die angebotenen Sushi mit Rotwein, mit dem Wunsch, im Flugzeug schlafen zu können. Ich habe mir dieses Mal Premium Economy gegönnt, mit etwas bequemeren Sitzen und mehr Platz, da sollte das eigentlich klappen.

Start ist leicht verspätet, da die Maschine erst enteist werden musste. Es ist saukalt draussen! Entsprechend vermummt bin ich auch angereist. Dürfte ein netter Kontrast werden, am Zielort sind ja aktuell gerade Sommerferien.

Wir starten als letztes Flugzeug am 9.1.2024 (sorry, Marianne, fürs Wecken). Mein Platz ist super, Gang links, so dass ich mein lädiertes Knie auch in den Gang strecken könnte. Brauche ich aber nicht. die Fussstütze ist recht bequem, und selbst wenn ich die Lehne zurückstelle, habe ich genügend Platz, um das Bein immer wieder bewegen zu können. Der Platz links von mir ist frei, rechts neben dem Gang sonst nur eine Person. Ich behalte, als einige der sehr wenigen, die Maske die ganze Reise an (ausser beim Essen, natürlich) und lasse den Filter auf Stufe eins laufen. Beim Schlafen muss ich den aber weglegen, kann sonst die Kopfstütze nicht gebrauchen.


Essen ist fein, Bedienung sehr freundlich, meine Sitznachbarin auch. Da ich, wie gewohnt, in der Nacht zuvor kaum geschlafen habe (ich bin auch nach all den Jahren vor den Ferien so nervös wie ein Kind vor der ersten Schulreise)m kuschle ich mich ein, um zu schlafen. Das gelingt mehr oder weniger gut, gemäss Oura-App:

Die Nacht beschert mit den schlechtesten Schlafwert, seit ich den Ring nutze, mit 39 von 100 Punkten. Aber hey, immerhin 4 Stunden 🙂

Zum Frühstück schalte ich das Bordfernsehen ein und amüsiere mich köstlich. Barbie ist ein wunderbar gemachter Film, mit einer guten Mischung aus Kitsch und Gesellschaftskritik – und herrlich gespielt und inszeniert.

Trotz Verspätung landen wir pünktlich in Hongkong. Ich warte vor der grossen Anzeigetafel, bis die sich endlich entscheiden, an welchem Gate es weitergehen wird. Der Flughafen ist riesig, und ich habe keine Lust, mich in die falsche Richtung zu begeben. Und Hunger habe ich keinen, das Frühstück war üppig. Schliesslich habe ich Glück: Security fürs angegebene Gate ist gleich um die Ecke, und danach geht es mit einem Zug, der eine Schwester von unserem Heidi-Bähnli am Flughafen Zürich sein könnte, raus ans Gate. Ich verkürze mir die Zeit bis zum Einchecken mit Lesen und Chatten – sind dieses Mal nur gut 3 Stunden, da hat sich das Buchen einer Lounge nicht gelohnt.

Der zweite Teil der Reise wird von Cathay Pacific durchgeführt (der erste war im Code Sharing von Swiss). Sitz ist eher noch bequemer – aber an einer doofen Stelle: Links neben mir Toilette, vor mir die Wand zur Kombüse, rechts drei besetzte Sitze. Die junge Dame neben mir ist zwar sehr freundlich, beginnt aber etwa 2 Stunden nach Flugbeginn zu niesen, schniefen und rotzen, so dass ich meinen Filter auf Höchststufe stelle. Zum Glück hat es in Premium Economy eine Steckdose – auf der Stufe hält der Akku maximal 3 Stunden, und der Flug ist ja knapp 11 Stunden.

Bei Cathay bin ich als Member registriert, mit bevorzugtem Sitzplatz und Mahlzeit – in meinem Fall Low Carb, damit es weniger üppig wird. Da fehlen dann auch Brot, Cracker und Kuchen, dafür gibt es mehr Salat, Gemüse und Obst. Beim Abendessen fragt die Flight Attendant: Low Carb strich or cheating? Ich, etwas baff: What’s the difference? Sie, breit grinsend: Ice Cream! Tja – überredet!

Danach versuchte ich zu schlafen, aber das ging gar nicht. Ständig stiessen Leute an meinen Sitz, auf dem Weg zum WC, und die Flight Attendants nutzten die Kombüse für ihre Gespräche und später für Vorbereitungsarbeiten fürs Frühstück. Zwischendurch spielten wir etwas «Rocky Road to Dublin» was uns auch eine leichte Verspätung einbrachte. Dank WLAN vertrieb ich mir die Zeit online, und überlegte leicht belustigt, was Oura daraus ableiten würde. Zeigte sich: Gar nichts! Die ganzen Zeitverschiebungen haben das Tool so verwirrt, dass es für den 10.1. überhaupt keine Auswertung ausgeben konnte. Je nu …

Kurz vor Ankunft in Auckland kam eine Durchsage, dass alle Passagiere ihr Gepäck abholen und persönlich durch Bio Security bringen müssten. Damit klärte sich auch, was mich beim Check-in in Zürich irritiert hatte: Die hatten das Gepäck bis Rotorura durchgecheckt, ich erhielt auch alle Bordkarten – das hatte bis jetzt noch nie funktioniert.

Kurz vor uns war ein Flugzeug aus Singapur angekommen, entsprechend riesig war der Andrang bei der Gepäckausgabe und den anschliessenden Kontrollen. Am Band schmunzelte ich etwas über eine ältere Dame, die ständig irgendwelche schwarze Koffer vom Band hob (ich half ihr auch schnell dabei, denn es war sichtlich anstrengend für sie), nur, um sie dann wieder zurückstellen zu müssen, weil es nicht ihre waren. Ich verlor sie aus dem Augen, als meiner ankam, sah sie aber später wieder, mit einem braunen Koffer 🙂

Beim Eingang zu Bio Security setzte meine Nervosität ein. Nicht, weil ich Verbotenes dabei hatte, sondern ob des schieren Andrangs. Mein Weiterflug sollte ja bereits um 16 20 sein, und inzwischen war es kurz vor 15 Uhr. Ich wählte die Kolonne «Something to declare». Erstens, weil ich Schokolade und Quittenkonfitüre im Gepäck habe und die ja in punkto Esswaren sehr kritisch sind, v.a. aber auch, weil diese Kolonne immer kürzer ist als die andere. Trotzdem wurde ich nervös und nervöser, denn es ging kaum vorwärts. Zeigte sich, dass nur vier Leute vorne aktiv waren – und zwei davon konnten nur mit gedruckten Einreiseformularen arbeiten, nicht mit der digitalen Version. Und ich hatte natürlich diese ausgefüllt …

Die nette Dame, welche die Leute an die Schalter einwies, beruhigte mich aber: Erstens habe der Flug Verspätung, und zweitens würden sich meine Leute kaum wundern, wenn ich den Flug verpassen würde. Man kenne das hier in Neuseeland, Bio Security habe Vorrang, egal, was passiere.

Auch der Schalterbeamte war sehr freundlich, und so konnte ich mich schliesslich auf den Weg zum Domestic Terminal machen, eine kleine Wanderung von 680 m gemäss Tafel – 5 Minuten nach der Dame von vorhin. Die scheint sehr sportlich zu sein 🙂

Bagage Drop war aber kein Problem, und ich hatte sogar noch mehr als genügend Zeit, um davor meine Winterklamotten im Koffer zu verstauen und was Leichteres anzuziehen.

Im Flieger von New Zealand bestand die Flight Attentat darauf, meine Kuh, die ich seit Zürich immer sorgsam mitgeführt hatte, in einem der Fächer zu verstauen. Das Geschenk von Marianne sollte Freyas Garten zieren. Leider verschob sich ein Gepäckstück, meine Kuh wurde geköpft! Ich habe die Einzelteile eigesammelt – mal sehen, ob der handwerklich geschickte Calum sie retten kann.

Bianca und Freyja warteten auf mich und fuhren mich auf meinen Wunsch hin direkt zum Whakatane Holiday Park. Ich war definitiv zu müde, um mit ihnen essen zu gehen. Dafür würden wir in den nächsten Tagen genügend Zeit haben.

Ich bezog mein Studio, Nummer 3, packte aus, machte einen kleinen Spaziergang, trank eine heisse Schoggi und knabberte die Kekse weg, die man mir hingestellt hatte.  Danach schlief ich traumhaft, was auch mein Ouraring mir bestätigte: Er lieferte die beste Herzfrequnenz-Variabilität-Messung aller Zeiten – von Stress keine Spur!

Jetzt gehe ich einkaufen – muss Verräte anlegen, habe hier eine kleine Kitchenette, kann aber auch die Gemeinschaftsküche nutzen, wenn ich will. Am Nachmittag treffe ich Bianca und Freyja auf dem Spielplatz, zusammen mit Clea, einem Best Buddy.

Fortsetzung folgt!

 

 

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