Jazz in the Park – Tag 17 NZ

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Bianca warnte mich bereits kurz nach meiner Ankunft, dass während meines Aufenthalts im benachbarten Park ein Jazz-Event stattfinden werde – und dass dieses erfahrungsgemäss laut werden würde. Nun, ich mag Jazz, und so dachte ich, statt mich im Studio zu ärgern, kaufe ich mir das Early Bird Ticket und gehe da hin. Sollte es mir zu viel werden, könnte ich immer noch flüchten. Losgehen sollte es um 15 Uhr, aber man sollte früher da sein, wurde empfohlen.

Blieb natürlich immer noch genügend Zeit, um gemütlich abzuhängen, Haare zu waschen und etwas zu lesen, bevor ich meine Sachen zusammenpackte.

Über die Vorbereitungen hatte ich ja schon berichtet. Es hiess, man solle sich eincremen, Hut und Wasser mitbringen, gerne auch eigene Verpflegung; es würde aber auch Food Trucks geben. Ich packte Kaffee, Kirschen, Beef Jerry, Käse und Tomaten ein, zusätzlich Nachos für Claire, und natürlich ihren Orangensaft. Claire brachte für mich Pfirsiche und Tomaten aus ihrem Garten mit. So lieb!

Wir waren sehr früh da und konnten uns das Plätzchen aussuchen. Relativ weit von der Bühne, weil ich die Lautstärke und insbesondere das Wummern der Bässe sehr schlecht ertrage, aber doch so, dass wir die Bühne noch sehen konnten. Im Laufe der Zeit füllte sich der Park immer mehr, und es machte Spass, dem Treiben zuzusehen. Viele Familien kamen mit Kind und Kegel, und die Knirpse begannen sofort, miteinander zu spielen.

Die erste Band war Mihos Jazz Orchestra – eine Band, die ursprünglich nur für ein Fundraisingkonzert zusammenkam, aber so viel Spass und Erfolg hatten, dass sie seit 2011 brillieren. Miho selbst  sieht aus wie eine Manga-Figir, spielt Querflöte und eine Flöte, die aussieht, als ob sie aus Sanitärröhren zusammengesteckt worden sei. Machte Spass, denen zuzuhören.

Zwischendurch spazierten wir über das Gelände, gönnten uns eine Erfrischung (Eiskaffee für mich, Eisschokolade für Claire) und tanzten etwas.

Als zweite Band traten die Ebopers in Aktion, eine Formation der Ebop Brass, unter einem erstaunlich jungen Dirigenten. Ihre Musik gefiel mir fast noch besser. Zwischendurch begleiteten sie drei Sängerinnen, gekleidet im Stile der 20er-Jahre, die Lieder der Andrews Sisters sangen.

Damit wurde es Zeit fürs Dinner, und weil die Food Trucks so feine leckere Sachen hatten, liessen wir uns verführen. Für Claire gab es Chowder, für mich Lamb Dosa. Allerdings schaffte ich nicht einmal die Hälfte, den Rest gibt’s wohl morgen. War aber sehr fein.

Als dritte Band traten Big Tasty auf – und die waren leider überhaupt nicht nach meinem Geschmack: Sehr laut, sehr nervös … Und als dann hinter mir noch einer anfing, Hasch zu rauchen, gab mir das den Rest. Ich packte meine Sachen zusammen und verabschiedete mich bei Claire via Messenger – sie hatte Freunde getroffen und plauderte mit denen irgendwo auf dem Gelände.

Jetzt, während ich das schreibe, spielen die immer noch, dem Publikum scheint es zu gefallen – aber ich spüre v.a. das Wummern der Bässe und hoffe, dass die wirklich um 20 Uhr aufhören, wie es im Programm steht.

Etwas Ruhe wird mir jetzt guttun.

 

 

 

 

Ein Gedanke zu „Jazz in the Park – Tag 17 NZ“

  1. Den Junge hat eshat es offensichtlich gefallen, versuchten sie doch den “Negertanz” mit zu machen.
    Mein Geschmack kann mit dem Wummern auch nicht viel anfangen, ich benötige noch eine gewisse Melodie und Harmonie, wenn mich Jazz befriedigen soll.

    Daddy

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