LiebsterAward: Blogstöckchen

Schon vor einiger Zeit wurde mir dieses Stöckchen zugeworfen, von Demenz für Anfänger. Ich war im Ausland, mit himmeltraurigem intetnet, und konnte nicht gleich reagieren, und zurück in der Schweiz haben sich die Ereignisse überschlagen, so dass es etwas in Vergessenheit geriet. In den letzten Tagen habe ich es aber an verschiedenen Stellen wieder gesehen, deshalb beantworte ich hier gerne Zoras Fragen:

Wie kommunizierst du mit anderen Bloggern?

Meist über Facebook und Twitter, manchmal über Kommentare oder Mails, in ganz seltenen Fällen auch persönlich, da einige der Menschen, die ich als BloggerInnen kennengelernt habe, inzwischen auch Freunde geworden sind,

Was interessiert dich an anderen Blogs?

Thematisch vieles: Sprache und Kommunikation, Inklusion, Reisen, Gadgets, Psychologie … Fast wichtiger als das Thema sind mir aber die Menschen dahinter: Wie ticken die? Was macht sie neugierig oder betroffen? Wo haben wir Gemeinsamkeiten – und wo bereichert uns gerade auch das Trennende?

Das eigene Blog: strikt nichtkommerziell oder offen für die eine oder andere “Empfehlung”?

Über 95% nicht-kommerziell. Es kommt aber vor, dass mir Produkte zum Testen angeboten werden, meist mit einem direkten Bezug zu Dingen, über die ich ohnehin schreibe. Die nehme ich an, wenn sie mich tatsächlich interessieren, deklariere aber im Vorfeld, dass ich unter Umständen auch einen negativen Bericht publiziere – will heissen: Wenn ich teste, dann geht’s auch auf den Blog, egal, ob es dann eben gute Werbung ist oder nicht. Und es wird im Beitrag vermerkt, wenn ich etwas getestet habe, das ich geschenkt gekriegt habe.  2 Advertorials habe ich bisher ebenfalls geschaltet, weil es dabei um Werbespots ging und ich frei war, wie ich darüber schreibe – auch hier durfte ich durchaus kritisch sein.

Welche Chancen siehst du für Blogs in den nächsten Jahren?

Ich hab’s nicht so mit Prognosen, dafür lebe ich zu gerne in der Gegenwart … Im Moment sehe ich Blogs als gute Instrumente, um seine eigenen Gedanken, Meinungen und Bilder zu bestimmten Themen zu bündeln und zu verbreiten – und sich mit Menschen auszutauschen, die sich für Ähnliches interessieren.

Was sind die grössten Stärken?

Mich fasziniert vor allem, dass ich durch meine Beiträge bzw. diejenigen, die ich lese, Menschen in aller Welt kennenlerne, mit denen ich viel gemeinsam habe, ohne sie zu kennen. Und dass gerade auch Menschen mit ganz speziellen Interessen – ob das nun seltene Hobbies, Krankheiten, Behinderungen, Vorlieben oder Tätigkeiten sind – so Austausch finden. Und zwar extrem zeitnah, offen und direkt.

Ist Bloggen politisch oder privat? Oder vielleicht beides? Warum?

Ich kann mit solchen Etiketten nicht viel anfangen. Je nach Situation ist das Private Politisch oder umgekehrt. Ich benutze eher Worte wie persönlich, erlebt, authentisch. Ich will hinter einem Blogbeitrag einen Menschen spüren – keine Partei, kein Dogma. Was nicht heisst, dass die Menschen keine Mission haben sollen, im Gegenteil: Bloggen lebt von Leidenschaft.

Was macht das Bloggen für dich wichtig?

Da ich als Selbständige am selben Ort wohne und arbeite, ist das Bloggen ein wichtiger Teil meines sozialen Austausches. Je nach Situation ist es ein Ventil in einer Situation, die einem sonst über den Kopf wachsen würde, wie z.B. bei meinem Blog Ein Alien im Kopf, den ich während der Krankheit meiner Tante intensiv nutzte, und ohne den ich wohl die Monate nicht durchgestanden hätte. Bloggen ist immer auch Anlass zur Selbstreflexion: Es hilft mir, meine Gedanken zu bündeln, zuzuspitzen und zu polieren. Und eben: Es ermöglicht den Austausch mit anderen.

Was sind deine Tabus?

Alles, was andere Menschen verletzt oder bloss stellt. Wenn ich über bestimmte Menschen schreibe, dann nur mit deren Einverständnis oder anonymisiert.

Blogs sprießen wie Pilze aus dem Boden. Was muss ein Blog haben, damit er dich interessiert und du neue Posts gerne liest?

Dahinter muss ein spannender Mensch stecken – und wenn möglich ein Thema, zu dem ich einen Bezug habe. Und ich muss eine gewisse Sorgfalt spüren: In der Art, wie über andere geschrieben wird, aber auch wie geschrieben wird (Autokorrektur) oder mit Bildrechten umgegangen wird.

Zu welchen Themen würdest du gerne mehr lesen? Welchen Blog würdest du neu eröffnen?

Neu eröffnen sicher keinen – ich würde allenfalls bei meinem eine neue Kategorie eröffnen. Zum Beispiel über Legenden, Sagen und Anekdoten aus dem Zurzibiet, meiner neuen Heimat. Oder zum Thema Miteinander – nicht nur Inklusion im Sinne von Behindert vs. Nicht-Behindert, sondern Frau vs. Mann; Fremd vs. Vertraut etc.

Zur Zeit lese ich besonders gerne Blogs, die sich mit unseren Wertesystemen befassen und der Frage, wie man das oft bestehende Ungleichgewicht verändern kann – bei der Pflege, bei den Salären, beim Umgang mit Ressourcen …

Was bewegt dich?

Tief drin wohl eine unendliche Sehnsucht, dazu zu gehören und etwas zu bewirken. Dann natürlich die Sprache, das Sprachspiel und der Sprachwitz – gerade auch über die unterschiedlichen Sprachen und Kulturen hinweg.

So, nun seid ihr dran!

Einige der BloggerInnen, die ich sofort nominiert hätte, haben das Stöckchen schon von anderer Seite zugeworfen erhalten, ich nenne daher ausschliesslich Blogs, die meines Wissens noch nicht geantwortet haben:

  • Dunkelangst – erst seit kurzem in der Schweiz, hat mich aber schon oft tief berührt.
  • Ditomag – stiess eben erst zur Liste der Schweizer Blogger und soll sich mal zeigen 🙂
  • 4×4 Schweiz – weil ich zwar kein Autofreak bin, aber Sascha von anderen Projekten kenne und gespannt bin, was er hier auf die Beine stellt.
  • MoniNielsen – weil sie auf Facebook und Twitter immer wieder für die gleichen Werte kämpft wie ich, mit einer Geduld und Menschlichkeit, die mich berühren.
  • Newly Swissed – weil ich, obschon Schweizerin seit Geburt, hier immer wieder tolle Tipps finde.
  • Glamping in Switzerland – Hope you folk meanwhile understand enough German. if not, I will gladly translate the questions for you!
  • Bärner-Meitschi – weil ich halt immer noch selber eins bin.

Hier meine 11 Fragen:

  1. Wie oft bloggst du pro Woche durchschnittlich – und wieso gerade so oft?
  2.  Was ist deiner Meinung nach der Lohn fürs Bloggen?
  3.  Welche Blogs gibt es (noch) nicht, würdest du aber gerne starten oder lesen?
  4.  Siehst du dich eher als Einzelkämpfer oder als Teil einer Bloggerwelt?
  5. Gibt es deiner Meinung nach Regeln, die ein Blogger befolgen sollte? Wenn ja: welche?
  6. Gibt es Blogbeiträge, die du geschrieben, aber nicht veröffentlicht hast?
    Wenn ja: Was war der Grund für die innere Zensur?
  7. Wenn du nicht mehr Bloggen könntest / dürftest: Was würde sich in deinem Leben ändern?
  8. Wo holst du dir die Inspirationen für deine Blogartikel?
  9. Und woher holst du dir die Bilder, um deine Artikel zu illustrieren?
  10. Bist du für einen deiner Blogartikel schon angefeindet worden? Falls ja: Wie hast du reagiert?
  11. Ist dein Blog barrierefrei? Falls ja: Könntest du mir / uns zeigen, wie wir das am Besten auch hinkriegen?

Bin gespannt auf eure Antworten!

Regeln LiebsterAward

  1. Danke der Person die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger bzw. die Bloggerin stellt.
  3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award, die bisher weniger als 1.000 Follower haben.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog Artikel.
  6. Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog Artikel.

 

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