Tweet-up im Museum Rietberg

Gastspiel.

Schweizer Gegenwartskunst im Museum Rietberg

Seit einiger Zeit arbeite ich immer wieder in der Nähe des Museums Rietberg, esse auch gerne und oft in dessen Café – aber mein letzter Ausstellungsbesuch liegt sicher 20 Jahre zurück. Da kam der Aufruf zum 1. Tweet-up im Museum gerade richtig!

Zusammen mit gut 20 anderen #Twitterati nutzte ich die Gelegenheit, mich vom Gastkurator, Damian Christinger, in seine nach eigenen Worten „pädagogisch schlecht gemachte“ Ausstellung GASTSPIEL einführen zu lassen. Ich wusste allerdings nicht so recht, was mich erwartete: Von meinem letzten Besuch her erinnerte ich mich an uralte asiatische Artefakte, die Namen der meisten GegenwartskünstlerInnen riefen bei mir kaum konkrete Bilder hervor … Ich war also quasi eine leere Leinwand, bereit, mit Farben und Eindrücken „veredelt“ zu werden.

Und die kamen – in Hülle und Fülle! Damian ist ein begeisterter und begeisternder Erzähler. Wenn er anhand der Betonlandschaften von Fischli/Weiss aufzeigt, wie nahe diese modernen Werke der antiken chinesischen Kunst sind, verwandelt sich die ganze Gruppe in Ameisen und geht in den Landschaften spazieren …

Die modernen Kunstwerke stehen teilweise prominent im Vordergrund, schleichen sich frech zwischen die alten, interpretieren diese um oder neu, irritieren oder vervollständigen, so dass ich mir schon bald die Fragen stelle:

Was ist fremd? Was ist hiesig?
Was ist alt? Was modern?

Damit hat sich bei mir die beabsichtigte Verunsicherung eingestellt und ich habe Damian Christinger die Genugtuung gegeben, dass eine Ausstellung durchaus auch ohne meterhohe Erklärtafeln oder ausführlichen Audioguide pädagogisch wirken kann.

Die Zeit war natürlich viel zu kurz, um all die Künstlerinnen und Künstler bzw. deren Werke zu entdecken, vor allem , weil wir danach ja noch mit einem Apéro im TwoHotel verwöhnt wurden.  Ich werde auf jeden Fall noch einmal vorbei gehen, um mir mehr Zeit zu lassen.

Falls du dich für die Ausstellung interessierst:

 

Disclaimer:

Das Tweet-up wurde von Ursina Wirz und ihrem Team des Museums Rietberg organisiert. Eintritt, Führung und Apéro waren gratis.

Hätte ich die Ausstellung besucht, wenn das nicht der Fall gewesen wäre? Wahrscheinlich nicht, weil sie mir ohne das Tweet-up nicht aufgefallen wäre.

Ist meine Empfehlung durch diese Gratisleistung beeinflusst? Wahrscheinlich insofern, als die Führung durch Damian Christinger mir die Ausstellung noch intensiver erlebbar machte, als es ein Einzelbesuch gekonnt hätte. Von Seiten des Museums ist aber keine Einflussnahme erfolgt.

 

 

Flattr this!