#TwFondue 30.11.2013

Zermatt liegt im Winter bekanntlich gleich beim Flughafen Zürich (und ja, auch in Basel): Die Baracca Zermatt gehört zur Wintersaison wie Kerzenziehen und Weihnachtsmärkte – zumindest, was das Erscheinungsbild angeht. Denn drin war ich gestern zum ersten Mal, dank @swissky, der zum #TwFondue aufrief – weitere Daten sind übrigens auf seinem Blog publiziert.

Die Skihütte auf städtischem Gebiet ist ausgesprochen gemütlich eingerichtet, mit einem Holzfeuer in der Mitte, Bänken und Stühlen – davon allerdings ziemlich viele, so dass es recht laut und eng wird.  Das Menü besteht aus Vorspeise, Fondue à discretion (Käse oder Fleisch) und einem Dessert. Erfahrene #TwFondue-BesucherInnen haben rechtzeitig ermahnt, Frühstück und Mittagessen weg zu lassen – und sie hatten recht. Das Süppchen zum Auftakt war zwar wirklich nur ein Schnapsgläschen voll, wenn auch sehr lecker. Aber schon das Tavolina – oder sPlättli, wie die Serviertochter so nett sagte – hätte für mich bequem als Mahlzeit gereicht. Zum Glück wurde @RalphBassfeld bei der Bestellungsaufnahme irgendwie vergessen, so konnte ich die Hälfte abgeben. Er musste allerdings später noch sein eigenes Plättli unter die Leute bringen, das nachgeliefert wurde, und ich war sehr froh, weit von ihm zu sitzen (aber nur was diesen Punkt angeht, ich hätte mich gerne mit ihm etwas unterhalten.)

Zum Auftakt bestellten wir je einmal Fondue Classic und Alpenglühen (mit Perperoncini, sehr lecker!) und beschlossen, in der Hälfte zu tauschen. Zumindest für @Saaaabylik  hätte man sich die Mühe sparen können: Der Frechdachs bediente sich flugs auf beiden Seiten und genoss ihren strategisch günstigen Platz sichtlich. Für die dritte Runde stiegen @TaniaZH  und ich bereits aus, und auch die anderen begannen – sehr zum Erstaunen von @swissky – zu schwächeln. Die Basler sind da offenbar Kampf erprobter … Vielleicht lag es aber auch daran, dass die dritte Wahl, mit Äpfeln, Baumnüssen, Speck und Most, nicht so ganz den Erwartungen entsprach. Umso mehr mundete der Wein, und auch der eine oder andere Kirsch passten perfekt dazu, so dass wir für Sabrina alle „sooo schöööö“ wurden. „Schöntrinken“ hat dank der sympathischen St. Gallerin und ihren Anekdoten für mich eine völlig neue Bedeutung erhalten!

Tapfer wählten einige von uns doch noch ein Dessert aus – aber bitte munzig! Na ja … Wird wohl an meinem Dialekt gelegen haben, dass auch hier kein Unterschied zur normalen Portion zu sehen war! Aber fein wars! Und spät ist es geworden … Da konnte man den @Swissky glatt beneiden, der im 25th Hour in der Nähe logierte und offenbar in ein göttliches Zimmer gebucht worden war – mit Kaffeemaschine, Donut und eigener Sauna. Neid … Je nu, kurz nach 1 Uhr war auch ich zu Hause und habe mich noch in der Laube meiner käsegeschwängerten Kleidung entledigt. Sollen die Mäuse auch was vom Abend haben!