Wellington – filmreif. Tag 10 NZ

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Unser zweiter Tag in Wellington begann beinahe wie der erste – mit einer Fahrt mit dem Cable Car. Da wir für deren erste Fahrt zu früh waren, machten wir einen bewussten Umweg, zum Beehive, dem Sitz des Parlaments. Gleich daneben besuchten wir einen kleinen Farmers’ Market.

Schuld an der erneuten Fahrt mit dem Cable Car war die German Bakery, von der Bianca gehört hatte, und die wir unbedingt besuchen wollten. Aber da wir die erst gestern Abend recherchiert hatten, wussten wir halt am Vortag nicht, dass wir da ganz in der Nähe gewesen wäre.

Gegründet wurde diese Bäckerei von einem neuseeländischen Tennisspieler, der 25 Jahre in Karlsruhe gelebt hatte. Besucher, die ihn von da kannten, hatten bei einem Besuch 2000 plötzlich Lust auf Brezeln – aber die gab es in Wellington nicht. Also hat der gute Tony das geändert. Und zwar so erfolgreich, dass Brezelmania als beste Bäckerei Wellingtons gilt.

Ein kurzer Spaziergang von der Bergstation aus führte uns in in ein Aussenquartier – und in einen Laden, der offenbar wirklich sehr bekannt ist, denn von Passant:innen kann der nicht leben, war aber sehr gut besucht. Und ja, mein Schoggigipfeli und meine Käsebrezel (die ich am nächsten Tag im Zug zum Frühstück genoss) waren sehr fein.

Zurück in der Stadt besuchten wir eine Shopping Mail in einer alten Bank, deren musikalische Uhr viele Touristen anlockt: Old Bank Arcade. Hier gibt’s ein Video der Spieluhr. Anschliessend kaufte ich in einem Laden ein wunderherrlich buntes Kleid, mit dem Namen «Fruit Basket».

Wir brachten unsere Einkäufe ins Hotel und machten uns auf den Weg zu den Weta-Workshops, mit dem Bus Nummer 2.

Ich hatte immerhin vorher schon mal mitbekommen, dass die Leute bei Lord of the Ring involviert waren, aber mir war echt nicht bewusst, dass die bereits bei über 120 Filmen ihre Hand im Spiel hatten. Teilweise nur mit Design oder indem sie einzelne Drops lieferten (v.a. Schwerter scheinen beliebt zu sein), aber die haben noch viel mehr drauf.

Fotografieren darf  man da nur draussen und in einem ausgewählten Arbeitsbereich, wegen Copyright. Aber die haben ein sehr gutes Showreel (nur der Ton ist etwas nervig):

Ich fand die Führung sehr unterhaltsam – und ich habe gelernt, wie man Alufolienskulpturen macht. Wobei mein Talent eher eingeschränkt ist … Ich lernte allerdings schnell von einem kleinen Mädchen, das frohgemut seine Folie zusammenknüllte und stolz verkündete: «I made a Basketball!» Ich schaute mein Werk an, das eigentlich eine Katze hätte werden sollen, und verkündete ebenso frohgemut: «I just created Yoda!» Richtig Spass macht das, wenn man die Dinger mit einem Material überzieht, das sie wetterfest macht: Pal Tiya. Geht auch bei riesigen Figuren!

Barbara, unsere Drachenfrau, versucht da offenbar schon lange ran zu kommen, aber die liefern nicht in die Schweiz.

Nach der Führung fuhren wir zurück in die Stadt, spazierten noch einmal zur Cuba Street, auf der Suche nach einem Geschenk für einen runden Geburtstag. Wir fanden zwar Souvenirs, aber nicht den Volltreffer. Also brachen wir die Übung vorerst ab und besuchten das Wellington Museum. Das Haus selbst ist sehr sehenswert, und die Ausstellung ist vielseitig und sehr fotogen. 

An der Information fragten wir nach Tipps, wo wir uns ggf. noch umsehen sollten, und einer der angestellten empfiehl uns das Wellington Arts and Kraft Collective. Der Tipp war Gold wert! Hier gab es so viel zu sehen, zu bewundern, mit einem Lachen oder Staunen im Gesicht – ab und zu mal auch mit Kopfschütteln. Sehr sehenswert!

Abendessen gab’s bei Rosie’s. Nach den Erfahrungen des Vortags wählte ich allerdings bewusster aus. Denn auch hier gab es teilweise riesige Portionen. Vorspeise teilte ich mit Bianca, als Hauptgang wählte ich nur einen Lamm-Tacos, das reichte völlig. War aber sehr fein.

Auf dem Rückweg zum Hotel sahen wir zum x-ten Mal in diesen zwei Tagen Schilder, die auf Filmaufnahmen hinwiesen. Das ist an sich nicht verwunderlich – Wellington gilt als Hauptstadt des Films in Neuseeland. Nur sahen wir eigentlich nie jemanden drehen. Diesmal aber schon, wenn auch nur von weitem. Ein Rolls Royce, ein Fahrer in Uniform, eine Menschenmenge, ein paar Scheinwerfer … Aber was da gedreht werden sollte, das wollte uns der Security, der uns den Weg versperrte, partout nicht sagen. Top Secret. Je nu. Werden wir halt nicht berühmt.

Immerhin sammelten wir auch an diesem zweiten Tag über 25’000 Schritte, etliche Fotos, und wunderbare Erinnerungen.

 

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