Elin & Coastlands – Tag 23 NZ

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Heute morgen hat mich Elin abgeholt – ihr erinnert euch vielleicht, sie ist das zweite Gotti von Freyja. Wir chatten ab und zu online, ich habe mitgekriegt, dass sie geheiratet hat, und das zweite Baby ist unterwegs. In den ersten Wochen, in denen ich hier war, hatte sie Besuch aus ihrer Heimat Schweden, deswegen haben wir uns erst heute getroffen. Wir haben uns einen Kaffee geholt und sind erst zum Kohi View Point gefahren. Für mich persönlich ein Kraftort – aber das wusste Elin nicht. Da es recht windig war, verweilten wir nicht lange, und fuhren weiter zu ihrem neuen Zuhause.

Das Elternhaus von Luke, ihrem Mann, liegt leicht erhöht, mit wunderbarer Aussicht. Sie haben Elins früheres Haus mit ihm getauscht, da das Elternhaus zahlreiche Stufen hat und mit dem ganzen Umschwung etwas viel für ihn wurde. So kann der Vater aber immer noch mithelfen, geniesst aber das pflegeleichtere Zuhause.

Ich wurde von Rusty, dem ältesten Hund der Familie, fürsorglich beschützt, als Popcorn, der Welpe, in seinem Überschwang an mir hochspringen wollte, und fand das irgendwie niedlich, obschon ich ja sonst eher ein Feigling bin, was Hunde angeht.

Elin und ich hatten wunderbare Gespräche, bis sie sich bereit machen musste für einen Kundentermin. Sie liess mich im Zentrum aussteigen, weil ich noch versuchen wollte, einen passenden Adapter für meine Noise Cancelling Headphone zu kriegen (was nicht geklappt hat, werde wohl am Flughafen schauen müssen). Was ich dafür gefunden habe, war ein wunderbares Souvenir für Fiona Emma und ein paar leichte Mitbringsel.

Da es nicht mehr so heiss war wie gestern, entschied ich mich, trotz relativ starkem Wind, rüber an die Küste zu spazieren. Luftlinie sind das wohl nicht mehr als zwei Kilometer von hier, aber dazwischen liegen der Fluss und ein Kanal – und die Brücken sind nicht da, wo ich sie gebraucht hätte. So wurden es dann halt auch heute wieder etwas über 23’000 Schritte.

Der Weg führte zu einem grossen Teil einer recht stark befahrenen Strasse entlang, wenn auch auf einem abgetrennten Streifen. Landschaftlich ganz nett, wenn die Idylle auch teilweise trügt: Der Kanal, zum Beispiel, ist sehr stark mit Chemikalien einer ehemaligen Sägerei belastet, welche in den Sedimenten eingelagert sind. Schwimmen, Fischen oder das Fangen von Aalen zu Konsumationszwecken sind hier streng untersagt. Wie lange die Renaturierungsbemühungen noch dauern, ist offenbar ungewiss.

Coastland ist eine Siedlung direkt am Meer, mit stattlichen Häusern, und liegt direkt gegenüber von White Island. Seit dem letzten Vulkanausbruch 2019, mit tödlichen Folgen, ist das Betreten der Insel nicht mehr möglich. Ich selber war 2017 noch dort, siehe Loveys Tanz auf dem Vulkan. Von hier aus sieht man auch Whale Island, das ich ebenfalls 2017 besucht hatte: Moutohora Island.

Der Strand zieht sich hier Kilometerlang hin, aber der starke Wind machte das Spazieren eher ungemütlich: Ich wurde richtiggehend sandgestrahlt. Am besten ging es noch direkt am Wasserrand. Also suchte ich mir ein geschütztes Bänkli, schmauste ein paar Blaubeeren, die ich unterwegs gekauft hatte, und wanderte dann wieder zurück zum Holiday Park.

Hier wurde ich bereits sehnsüchtig erwartet: Mein Finn-Ersatz wollte unbedingt knuddeln! Und folgte mir nicht nur ins Studio, sondern auch aufs WC – eben echt wie Finn auch. Dass sein Herrchen ihm pfiff, liess ihn völlig kalt 🙂

Inzwischen ist das schlechte Wetter eingetroffen, das ursprünglich für Morgen angekündigt, dann aber immer weiter vorgezogen worden war. Unseren Besuch auf der Hirschfarm, der für Morgen geplant gewesen wäre, hat Bianca vorsorglich auf Dienstag verschoben.

Ich habe von der Terrasse ins Studio gewechselt und werde noch etwas lesen – und die Füsse hochlegen.

Ein Gedanke zu „Elin & Coastlands – Tag 23 NZ“

  1. Eins habe ich festgestellt: Schmusekatzen gibt es überall. Auch hast Du offensichtlich viel Freude an der Vogelwelt Neuseelands, denn immer wieder hast Du schöne Bilder von verschiedenen Vögeln-

    Daddy

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